Das Internet, der freie und rechtsfreie Raum. Als dieser wird das Netz immer wieder bezeichnet, aber ist das heute noch die Wahrheit? Wird bereits nicht mehr nur in Diktaturen das Web manipuliert, sondern weltweit? Hier gibts kurz, knackig und sehr anschaulich einen Überblick dazu.

UPDATE: Und genau heute erreicht mich die News, dass Hillary Clinton eine Grundsatzrede zu Freiheit im Internet gehalten hat. Inklusive Wikileaks-Bashing und erhobenem Zeigefinger in Richtung China und naher Osten. Aber auch vor dem eigenen Hof sollte man kehren, setzen sich die USA doch für einen Internet Killswitch ein.

 
Baby Tyler by Nadia Phaneuf

Baby Tyler by Nadia Phaneuf

Ich habe die 18 seit längerem, die 21 auch schon seit einiger Zeit hinter mir gelassen. Ich bin voll strafmündig und gelte für das Gesetz nicht mehr als minderjährig. Trotzdem werde ich immer wieder so behandelt.

Ob Spiele, Filme oder sogar Bücher – in Deutschland ist es nicht immer leicht an die originalen, unzensierten Titel zu gelangen. Einige Läden bieten indizierte Original-Titel per Nachfrage quasi unter der Ladentheke an, viele aber haben kein solches Angebot. Ein falsches Symbol, ein falsches Wort und schwupp-di-wupp verschwindet der Titel aus dem Handel. Ist er indiziert, dann darf er nicht beworben, dazu zählt auch öffentlich im Laden ausgestellt zu sein, aber wohl verkauft werden. Landet ein Titel auf dem Index, dann sorgt es leider auch dafür, dass ein Import-Verbot besteht. Doof.

Und das alles, weil ein paar alte Säcke meinen die Jugend schützen zu müssen. Okay, das hat irgendwo Sinn, das sehe ich ein. Aber ich bin nicht mehr schützenswert, ich will selbst entscheiden können, welche Spiele ich spiele, welche Bücher ich lese und welche Filme ich schaue. Und hier werde ich leider durch den Jugendschutz behindert. Bietet soviele geschnittene Medien an, wie ihr wollt – aber lasst mir die Möglichkeit, dass ich problemlos an ungeschnittene Werke komme!

Ein einfacher Weg ist normalerweise der Weg über Händler im Ausland, Österreich beispielsweise. Die versenden auch die ungeschnittenen Versionen nach Deutschland und man erfreut sich aller Details. Bei Steam habe ich einen China-Seller gefunden, der mir ermöglicht das Original zu spielen. Aber moment, was las ich dort neulich?

Due to restrictions from Steam it is forbidden to activate the uncut version of this product in Germany, to activate this product please contact our support team after purchase to help you with the activation on Steam.

Und das ist leider kein Einzelfall. Wer ein ungeschnittenes Call of Duty: Black Ops gekauft hat, der steht eventuell vor ähnlichen Problemen. Ich habe etwas gekauft und kann es nicht nutzen. In meinen Augen eine große Sauerei!

Und dann wird gemacht, was immer schon gemacht wurde: es geht ins . Wenn man nicht gerade besonders wenig Glück hat, dann findet man dort das, was man sucht – ungeschnitten und ohne Einschränkungen. Tut den Kreativen leider nicht so gut, aber wenn das der einzige Weg ist, dann bin ich, sind viele bereit ihn zu gehen. Weil wir alt genug sind, weil wir selbst entscheiden wollen, was wir uns zu Gemüte führen.

 

Wenn in Ungarn eine Behörde die Veröffentlichungen aller Medien kontrolliert, dann sorgt das für einen Aufschrei, kommt sogar zu einer Untersuchung der EU.

Wenn Frankreich ihrer Regierung das Recht gibt Seiten im Internet zu sperren, dann passiert nichts, wird es kaum wahrgenommen. Ist immerhin nur ein Medium.

Wenn in Deutschland Zeitungen Berichte über unsere Regierung veröffentlichen, dann werden diese Veröffentlichungen kritisiert. Und verschiedene Verlage, Zeitungen, Menschen beteiligen sich an einem Appell gegen die Verfolgung von Wikileaks, ein Appell für die Wahrung der Meinungsfreiheit und der freien Presse.

Wieso wird immer wieder versucht missliebige Stimmen zu verbieten? Wir leben in einer Demokratie, jeder sollte sich äußern können. Egal ob im privaten Gespräch, in der Zeitung oder im Internet. Wir haben das Recht öffentlich unsere Meinung zu sagen! Ich dachte immer, dass nur Diktaturen eine Zensur brauchen. Arbeiten Regierungen in der EU auf eine solche hin?

 

Da versuche ich meine Zeit in der Schule sinnvoll zu nutzen und schaue mal bei den Jungs von Audiolith vorbei.

Leider ist die Stadt Frankfurt, die der Schule den Proxy zur Internetnutzung stellt, der Meinung, dass die eingebetteten Videos für mich nicht geeignet sind.

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,
die von Ihnen aufgerufene Homepage bzw. URL verfügt über Inhalte,
welche hinsichtlich des Jugendmedienschutzes als bedenklich
im Sinne der gültigen gesetzlichen Regelungen angesehen werden.
Der Zugriff wurde deshalb unterbunden.

Das trifft leider nicht nur auf diese Videos zu sondern komplett Vimeo. Vimeo ist gefährlich aber Youtube kann bedenkenlos angesurft werden? Interessant.

 

Bei den Yes Men handelt es sich um eine kleine Gruppe, die mit überspitzenden Guerilla-Aktionen versucht Firmen oder Organisationen einen Spiegel vorzuhalten. Dabei sind sie so erfolgreich, dass die US Chamber of Commerce, die amerikanische Handelskammer, die Yes Men wegen einem solchen Auftritt verklagt hat. Die Klage soll verhindern, dass ein Video der Yes Men, bei welchem sie sich als Vertreter der CoC ausgeben, öffentlich ausgestrahlt wird.

Aber das muss das Video auch nicht, denn die Yes Men stellen das Video ins Internet. Und quasi als Abspann gibts den Film The Yes Men Fix The World dabei. Das ganze nennt sich Peer-to-Peer-Edition, denn die Verbreitung geschieht (hauptsächlich) durch Bittorrent.
Der Download lohnt sich in meinen Augen, da der Film ziemlich interessant ist und man so helfen kann, dass das beanstandete Video nicht unterdrückt wird. Falls euch das nicht genug ist, dann könnt ihr den Yes Men durch eine Spende für ihren nächsten Film helfen.

via Nerdcore.

 

Die Stadt Duisburg, vertreten durch Herrn Sauerland, lässt die Veröffentlichung dieser Dokumente gerichtlich verbieten. Und plötzlich gibts die Dokumente auch als Torrent oder bei Filehostern.

Dass damit ein Streisand-Effekt ausgelöst wird, war der Stadt Duisburg wahrscheinlich nicht bekannt.

 

Guten Tag liebe Volksrepublik Deutschland, freust du dich schon auf das Internet, dass dir nur die Sachen zeigt, die du sehen sollst?

Die Verwirklichung eines zensierten Internets rückt in immer greifbarere Nähe. Die SPD hat leider den Zug verpasst, mit dem sie das ganze hätte verhinden können. Wahrscheinlich möchte die SPD damit Stimmen im allgemeinen Wahlkampfgetöse sammeln. Nach der verpatzten Europawahl haben sie es definitiv nötig. Dabei finde ich es verwunderlich, dass die SPD das Thema auf ihrem Parteitag als medial unerwünscht brandmarkte. Gerade dieses Thema beschert der SPD momentan massive Aufmerksamkeit im Netz. Und das gerade von Leuten, die sie dabei nicht vertreten.

Fefe schrieb schon sehr passend dazu, dass “die Merkel der SPD genug Seil gegeben hat, um sich zu erhängen, und die SPD hat es getan”. Für mich und sicher einige andere beschreibt der Kabarettist Marc-Uwe Kling die momentan gegenüber der SPD herrschende Stimmung sehr passend mit Wer hat uns verraten? – Sozialdemokraten!

Durch die Zusammenarbeit mit der CDU hat die SPD ein (Spezial)Gesetz, mit dem schönen Titel Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen, geschaffen, welches die Grundlage einer Zensurinfrastruktur bildet. Doch hat die SPD versucht es so aussehen zu lassen, es seien sie einer Meinung mit den Kritikern. So soll das Prinzip löschen statt verstecken gelten. In der Praxis gibt es allerdings ein Hintertürchen in der Form, dass das BKA, wenn es die Löschung für nicht in angemesser Zeit durchführbar hält, die Seite trotzdem verstecken darf ohne einen Sperrversuch zu unternehmen.
Weiterhin soll das BKA bei der Erstellung der Liste kontrolliert werden. Verantwortlich dafür sind Mitarbeiter des Datenschützers Peter Schaar, welcher allerdings damit ein Problem hat, denn es geht darum, nach strafrechtlichen Kriterien festzustellen, ob es sich bei bestimmten Inhalten um Kinderpornografie handelt. Das ist eine völlig wesensfremde Funktion, die mir da zugewiesen werden soll.
Die nächste große Änderung ist, dass keine Daten mehr über die Besucher einer Stopp-Seite gespeichert werden sollen. So hat man leider keine Möglichkeit mehr unbeliebte Mitmenschen durch eine kurze URL mit einem Besuch des BKA zu beglücken…

Es ist vorgesehen, dass das Gesetz vorerst 3 Jahre besteht – aber ich wette, dass es in die Verlängerung gehen wird! Eventuell wird dann auch das Gesetz so erweitert, dass nicht mehr nur der leicht zu umgehende DNS-Filter eingetzt wird. Wahrscheinlich wird dann wieder mit Zahlen rumgeworfen, die eine oder andere Umfrage zum Thema angeleiert  und man bekommt verrückte Begründungen genannt, während über die Kritiker Lügen erzählt werden. 3 Jahre sind erstmal genug Zeit um sich Änderungen zu überlegen, wie man solch ein Wekrzeug gut für andere Zwecke einsetzen kann. Schon im Gespräch waren ausländische Glücksspielanbieter, Filesharing-Dienste und neuerdings möchte man ausländische Gameshops schliessen, weil sich da Erwachsene Deutsche ungeschnitte Versionen von Filmen und Computerspielen bestellen können.
Andererseits kann man die 3 Jahre auch nutzen um die EU davonzu überzeugen, dass ein zensiertes Internet auch für Europa gut wäre.

Was unsere Politiker anscheinend nicht richtig verstehen ist, dass das Internet dezentral aufgebaut ist und es gerade deshalb schwer zu kontrollieren ist. Und da man nicht durch einen bestimmten Punkt X ins Internet gehen muss, sind Sperren im Internet meist nicht sehr effektiv. Für die meisten Leute im Bundestag ist das Internet das blaue E auf dem Desktop, etwas wo man Dinge suchen kann oder was man für den Wahlkampf nutzen kann. Leute mit Ahnung wenden sich von der SPD ab. Am häufigsten genannt ist derzeit Jörg Tauss, ehemals abgeordneter der SPD im Bundestag. Der Mann hat in meinen Augen das Internet verstanden! Und er zog Konsequenzen, sprach auf einer Demo gegen das Zensurgesetz und trat nach fast 40 Jahren Mitgliedschaft in der SPD aus selbiger aus und bei den Piraten ein. Es gibt dabei sowohl Stimmen für und gegen seinen Beitritt, was ich hier nicht weiter kommentieren möchte. Fakt ist, dass er, wie 134.000 andere Bürger, gegen die Netzsperren stimmte. Achja, dank des unzensierten Internets gibt es die Möglichkeit sich zu erkundigen, wer wie abgestimmt hat.

Mal wieder in die Gegenwart. Die Abstimmung ist rum, Köhler wird in meinen Augen nicht den Mumm aufbringen das Gesetz zu verhindern. Dafür gingen Tausende auf die Strassen, bei 3D Supply gibts ein Piratenpartei-T-Shirt für 6,90€ und ein Stoppt die Internetzensur-T-Shirt für 5,90€ bei getdigital. (via Caschy)
Bei Nerdcore gibts eine Unabhängigkeitserklärung, man findet offene Briefe an die CDU- und SPD-Wählerschaft, bei Golem spricht man von einer Abwendung der Internet-User von der Politik, es gibt Web-Satire, ein großer Teil der Netzgemeinde äußert sich zu diesem Thema und was mache ich?

Ich fühle mich so wenig wie nie zuvor von unserer Regierung vertreten, eher trifft verraten und verkauft. Für billigen Medienrummel und wahrscheinlich drückt irgendwo im Hintergrund noch eine Lobby rum, damit das Gesetz bald zur Sperrung von The Pirate Bay genutzt werden kann. Ein bisschen bin ich froh, dass die Zensur-Art so unwirksam ist, es gibt deutlich fiesere Arten Benutzer auf andere Seiten umzuleiten. Es ist nur ein Sichtschutz, es löst keine Probleme!
Und es heisst noch lange nicht, dass ich damit zufrieden bin, weil ich eine Verschlimmerung der Lage befürchte. Und eben einen Missbrauch des Zensurinstruments.
Ich weiss auch, welche Parteien keinerlei Stimmen mehr von mir erwarten brauchen und ich hoffe, dass die Piraten mehr Rückhalt in Deutschland bekommen. Ich würde mir eine größere öffentliche Aufmerksamkeit zum Thema wünschen, aber es ging von der Mainstream-Presse relativ unbeachtet von Statten. Momentan lässt sich der Bürgerkriegs-Zustand rund um den Wahlbetrug im Iran einfach besser verkaufen als eine Berliner Mauer im Internet. Es ist schade, dass es die Leute teilweise so wenig interessieren zu scheint, in welche Richtung sich dieser Staat bewegt. In meinen Augen läuft immer mehr auf einen Polizei- und Überwachungsstaat hinaus, die CDU prescht sehr viel in diese Richtung vor! Eine fähige Opposition gibt es nicht mehr und die Parteilinie scheint vielen wichtiger als ihre eigene Meinung. Demokratisch ist das in meinen Augen genau so wenig, wie ein Verbot der NPD. Eine Demokratie lebt davon, dass jeder seine Meinung äußern darf und sowas sollte auch innerhalb einer Partei möglich sein, ohne dass man dort zurechtgestutzt wird.

PS: Frau von der Leyen war während ihr Gesetz verabschiedet wurde nicht anwesend. Es gab wahrscheinlich mal wieder ein medienwirksames Foto-Shooting, das ist natürlich gerade im Wahlkampf sehr wichtig, dafür müssen die Bürger verständnis haben!

PPS: Wie man es richtig macht, sieht man in Italien. Nicht in Norwegen!

 
Wahlkampfgetöse (by Pantoffelpunk)

Wahlkampfgetöse (by Pantoffelpunk)

Verkündet das Wort!

via Pantoffelpunk.

 

Eigentlich sollte die Überschrift komplett groß geschrieben und mit weiteren Ausrufezeichen verziert sein. Ungefähr so:

DAS IST KEIN FUCKING JUGENDSCHUTZ!!!!!!!!1111einseinself

Aber, man will ja auch als Blogger einigermaßen seriös rüberkommen. Wieso rege ich mich eigentlich auf? Nein, ausnahmsweise geht es nicht um Frau von der Leyen, eher um das Jugendschutzprogramm. Auf dieser Seite wird eine Blacklist angeboten, welche die Kinder vor den bösen, bösen Seiten im Internet schützen soll. Quasi einmal Netzzensur in kleiner, “freiwilliger” Basis. Das ganze brüstet sich damit, dass es mit dem System der ICRA zusammenarbeitet. Womit sich weniger gebrüstet wird ist, dass die Seite eigentlich der Erotik-Industrie gehört. Genauer gesagt wird die Seite von Fundorado betrieben, welche wiederum eine Tochterfirma des ISPs Freenet und des Erotik-Anbieters Orion handelt.

Nein, ich mag hier nun nicht verteufeln, dass Freenet und Orion, bzw. Fundorado, sich darum kümmern, dass unsere Kinder keine Pornos anschauen dürfen. Sollen sie das doch anbieten, wenn sie möchten! Störend finde ich eher, welche Seiten man alles auf der Sperrliste findet:

Und nun erkläre mir bitte mal jemand, warum Seiten, die sich entweder kritisch zu Internetsperren äußern, oder unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlichte Musik veröffentlichen, auf dieser Liste sind. Aber das sind ja nicht alle, es gibt noch eine Menge mehr davon, welche nicht unbedingt in dieses Raster passen, Sogar die Parteien erwischt es! Das hier ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie solche Sperrlisten missbraucht werden können, um Kritiker oder unerwünschte Seiten mundtot zu machen! Und genau diese Gefahr sehe ich auch bei der Netzzensur des Familienministeriums auf uns zukommen, weswegen man sich auf jeden Fall an der Petition gegen die Sperrung von Internetseiten beteiligen sollte!

 

Der Meinung sind momentan über 37.000 Menschen, es unterschreiben ca. 10 Menschen pro Minuten eine Online-Petition gegen die durch von der Leyen durchgedrückte Internetzensur. Diese ePetition findet sich auf der Website des deutschen Bundestags. Die Unterschriftensammlung ist seit Montag morgen aktiv und wird am 16.06. beendet. Wer seine Unterschrift auf die Liste setzen will, der muss dazu seine realen Daten – in diesem Fall Name und Anschrift – angeben! Eine Petition für die Netzzensur fand in 2 Wochen nur bislang 100 Unterzeichner. Andere Petitionen haben Mühen mehr als 500 Mitzeichner zu bekommen, bei dieser Petition scheinen die Zahlen der Mitzeichner förmlich zu explodieren! Edit: Wer sich für eine grafische Darstellung der Anzahl der Mitzeichner interessiert, der darf hier schauen.

Aber worum geht es der Petition genau?

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Wie schon mehrfach berichtet, ist dieses Zensursystem nicht wirksam – lässt sich aber vor Unwissenden gut vermarkten! Außerdem wird das System bis zu seinem Einsatz noch warten müssen, da die Software dafür noch nicht vorhanden ist. Das klingt zwar vorerst gut, aber ist eben auch nur ein Aufschub.

Und was gibt es sonst noch so? Auf EU-Ebene soll etwas ähnliches durchgeführt werden, nur mit weiter gefassten Möglichkeiten zur Netzzensur, welche Mitgliedsstaaten dazu verpflichten würde! Auch die Forderung danach, dass das deutsche Zensursystem nun zur Filterung anderer Inhalte genutzt wird, gibt es schon – namentlich wird z.B. der One-Click-Hoster Rapidshare genannt!

Also, meine Meinung ist klar:
Ich bin gegen solche Zensurmaßnahmen, in meinen Augen ist der richtige Weg gegen die Betreiber vorzugehen und nicht eine solche unsichere Lösung, welche sich aber für Frau von der Leyen gut vermarkten lässt! Wenn ihr der gleichen Meinung seid, dann tut euch den Gefallen und unterzeichnet!

PS: Zu guter letzt gibt es hier noch einen Verweis auf einen Beitrag mit dem Titel “Warum es um Zensur geht” von Jens Scholz, welcher zur Verbreitung von eben jenem aufruft. (Erfahren habe ich davon durch Nerdcore)

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