Deutschland ist ein Land, über das man viel lache kann – oder eben nicht. Manchmal möchte man sich auch einfach die verwunderten Augen reiben, weil man nicht versteht welche Idiotie auf solche abstrusen Ideen kommt.

Zwei Beispiele sind mir da vor einiger Zeit vor die Glubscher gelaufen. Im ersten hat die Staatsnwaltschaft versucht jemanden zu verklagen, weil dieser ein offenes WLAN zum Surfen genutzt hat. Wieso sollte man das nicht machen? Ich freue mich immer, wenn ich unterwegs bin und offene WLANs finde! Und wenn es offen ist, dann gehe ich auch davon aus, dass der Besitzer keine Einwände hat, wenn ich es nutze. Wenn er doch welche hat, dann soll er es eben absichern.

Das zweite Beispiel ist ein Prozess gegen zwei Menschen, die Containern. Als Container bezeichnet man es, wenn man Mülltonnen nach noch verwertbaren Dingen – meistens Lebensmitteln durchsucht. Die Dinge liegen in Mülltonnen, wurden also demzufolge weggeschmissen. Container ist damit in meinen Augen kein Diebstahl, weil der ursprüngliche Eigentümer es nicht mehr möchte. Nun sollen aber genau deswegen zwei Leute verklagt werden. Die Klage geht – und das finde ich besonders bizarr – nichtmal vom Supermarkt, bei dem containert wurde, sondern von der Staatsanwaltschaft aus. Ich denke die Staatsanwaltschaft sollte Steuergelder für sinnvollere Dinge einsetzen.

Das sind zwei Beispiele und ich glaube, dass es leider noch viel mehr solche verrückten Fälle gibt. Für meinen Geschmack existieren in Deutschland schon viel zu viele Verbote und ich glaube nicht, dass wir noch weitere brauchen.

 

Das Verkaufsverbot für Microsoft Word tritt doch nicht in Kraft. Microsoft hat Einspruch eingereicht und ein Berufungsgericht setzte das Verbot außer Kraft. Prominente Unterstützung gabs für Microsoft übrigens von HP und Dell, die sich ebenenfalls gegen das Verbot aussprachen. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, wenn Word verboten würde. Interessante Behauptung, die Quellen hätte ich gerne mal gesehen.

 

(Der Titel ist geklaut bei dem Artikel von Golem ;) )

Was Stephen King da äußert finde ich sehr gut. Er beschwert sich darüber, dass Politiker versuchen sich als Ersatzeltern aufzuspielen und festlegen wollen, welche PC-Spiele man spielen darf – oder eben nicht.

Die gleiche Scheisse wird in Deutschland ja durch die BPjM versucht.
Meiner Meinung nach sollte ich als erwachsene Person selbst entscheiden können, was ich spielen möchte und nicht irgendein Gremium von Weltfremden – hallo Kirchenvertreter in der Runde der BPjM.

Auch die wirtschaftlichen Schäden, die durch solche Verbote und Indizierungen entstehen, sind sicher nicht gerade gering. Wenn etwas nicht verkauft werden darf, dann wird es sich ein Interessierter aus anderen Quellen besorgen…

*EDIT*
Mittlerweile findet sich auch ein einigermassen ausführlicher Artikel bei heise dazu.

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