I always thought if you want to change the world you have to start with yourself.
So if George Bush Barack Obama wants to end terrorism he should go ahead and kill himself.
Frei nach Anti-Flag.
I always thought if you want to change the world you have to start with yourself.
So if George Bush Barack Obama wants to end terrorism he should go ahead and kill himself.
Frei nach Anti-Flag.
Ich finds ja wunderbar, dass die Amerikaner und Europäer plötzlich gegen Gadaffi vorgehen. Nachdem Gadaffi vorher ein gern gesehener Partner war, dem der Zutritt zu unseren Regierungen selten verweigert wurde. Wer sucht, der findet Bilder von Gadaffi mit quasi jedem Regierungsoberhaupt der westlichen Welt. Lächelnd, mit Handschlag. Wie ein guter Freund wirkte er da. Selbst seine Zelte durfte er aufschlagen, er durfte Armeen von leichtbekleideten Frauen den Koran näherbringen und wurde getätschelt, als er sein Gadaffi-Mobil vorstellte.
Und jetzt? Nun ist er der Arsch. Ich muss zugeben, dass er zu sehr abgdreht ist und das leider nicht, wie in der Vergangenheit, zur Unterhaltung beiträgt. Aber eine Diktatur war Lybien schon vorher und niemand (da kann ich mich leider auch nicht ausnehmen) hatte Probleme damit. Nun herrscht ein Bürgerkrieg in Lybien und nach Monaten wird reagiert. Ein wirkliches Lossagen von Lybien habe ich zumindest von deutschen Ministern noch nicht gehört.
Dafür hörte ich heute morgen im Radio so einen SPD-Vertreter Vollidioten, der irgendwo in der EU über Sanktionen gegen Lybien berät. Die Konten von Gadaffi sollen eingefroren werden. Eine Flugverbotszone soll über Lybien entstehen. Und es soll keine Zahlungen mehr für Öl aus Lybien geben.
Willste mich verarschen?!
Konten einfrieren? Ach, ich Dummerchen. Ich habe ganz vergessen, dass in dem Moment, in dem die Konten eingefroren werden, sofort alle Gewehre aufhören zu schießen. Da draußen sterben Menschen!
Und die Einhaltung der Flugverbotszone wird sofort von Lybien durchgesetzt. Die finden es sicher auch super, wenn die EU sagt, dass keine Flugzeuge mehr über ihr Land fliegen dürfen. Erst recht nicht die Militärflugzeuge, die momentan die Bevölkerung Lybiens angreifen. Und außerdem, das ist ja der positive Nebeneffekt, deaktiviert das sofort alle motorisierten Kriegsmaschinen – Panzer, Jeeps, Rollatoren.
Und dass man Öllieferungen aus Lybien nicht bezahlt, das wird sie sicher ganz toll ärgern. Ne, wir verzichten nicht auf Öl aus Lybien. Wir wollen weiterhin lybisches Öl, nur bezahlen werden wir das nicht. Ist nen bisschen wie Diebstahl, oder?
Immerhin werden dieses Maßnahmen sofort dazu führen, dass die Zustände in Lybien für alle Bürger besser werden und niemand mehr zu Schaden kommt.
Demokratie? Pfffft… wenn Gadaffi der USA genug ans Bein gepinkelt hätte, dann hätte man die Regierung einfach zur Demokratie gebombt und eine amerikafreundliche Regierung installiert.
Das Internet, der freie und rechtsfreie Raum. Als dieser wird das Netz immer wieder bezeichnet, aber ist das heute noch die Wahrheit? Wird bereits nicht mehr nur in Diktaturen das Web manipuliert, sondern weltweit? Hier gibts kurz, knackig und sehr anschaulich einen Überblick dazu.
UPDATE: Und genau heute erreicht mich die News, dass Hillary Clinton eine Grundsatzrede zu Freiheit im Internet gehalten hat. Inklusive Wikileaks-Bashing und erhobenem Zeigefinger in Richtung China und naher Osten. Aber auch vor dem eigenen Hof sollte man kehren, setzen sich die USA doch für einen Internet Killswitch ein.
Der große Hype ist aus den Medien verschwunden, doch mich beschäftigt die neueste Veröffentlichung von Wikileaks noch immer. In meinen Augen rockt das, was Wikileaks getan hat, es bringt viele Infos über die “große” Politik. Dass unser Außenminister nen Idiot ist und unsere Führerin Kanzerlin nicht besonders kreativ, ist für die Menschen hier sicher kein Geheimnis.
Umso interessanter finde ich die Dinge, die man sonst noch aus den Memos erfährt. Ich vermute mal, dass sich jeder Geheimdienst dieser Erde – außer den amerikanischen – über die Dokumente freut, denn so können Sie ihre Daten abgleichen und Erfahrungen bestätigen oder hinterfragen.
Ich finde es auch interessant, wieviel Angst die USA vor Wikileaks hat – als hätten sie noch mehr zu verbergen. Erst stimmen sie befreundete Botschaften auf die Dokumente ein. Dann wird wieder versucht die Veröffentlichung der Dokumente per DDoS zu verhindern, wobei dafür angeblich nur ein einzelner Amerikaner verantwortlich ist. Daraufhin zieht Julian Assange die Dokumente in in die Amazon Cloud um. Doch das gefällt dem Vorsitzenden des amerikanischen Heimatschutzministerium nicht und dieser sorgt mit seinen Nachforschungen dafür, dass Amazon kuscht – im Sinne der Amerikaner. Offiziell gibt Amazon allerdings Urheberrechtsverletzungen an. Auch Wikileaks ursprünglicher Domain-Hoster hat die Zusammenarbeit gekündigt und nach kurzer Nicht-Erreichbarkeit der Domain hat man unter wikileaks.ch ein neues Zuhause gefunden. Alternativ funktioniert auch wikileaks.info, welches momentan zur Auflistung verschiedener Mirror verwendet wird.
Ein wenig verwunderlich finde ich es noch, dass noch kein Torrent für die Kabel existiert. Aber das wird hoffentlich nach der Veröffentlichung aller Dokumente auch folgen!
Frau Clinton sieht die Veröffentlichung ihrer Dokumente als Angriff gegen die USA und die Weltgemeinschaft. Schon im Vorfeld wollten sie die Veröffentlichtung verhindern, weil es angeblich Menschenleben gefährde. Die Australier wollten sogar jeden Link auf Wikileaks mit Strafzahlungen belegen, haben sich dann aber wohl doch anders entschieden. Wieso damit Menschenleben gefährdet werden, muss sie mir aber nochmal erklären.
Und am schönsten ist dann im Popcorn-Kino wieder der Versuch Assange als nicht vertrauenswürdig darzustellen. Wieder mal mit dem Vorwurf der Vergewaltigung, woraufhin Assange prompt auf der Fahndungsliste von Interpol landet. Weil er mit zwei Frauen bei fünf Gelegenheiten geschlafen haben soll. Fünf Gelegenheiten. Im Ernst, wenn ich vergewaltigt wurde, dann werde ich doch nicht sagen “war geil, wieso machen wir es nicht noch 2-3 mal”, sondern gehe gleich zur Polizei.
Die britschen Behörden können ihn aber dann doch nicht in ihrem Land festnehmen, weil der Haftbefehl Formfehler enthält.
In meinen Augen ist das alles vorgeschoben und wird wohl zu keiner Verurteilung führen. Zu dem Schluss, dass die Anklage inszeniert wurde kommt auch ein Kommentar auf Telepolis, bei welchem zusätzlich ein mir neues Detail ans Licht kommt: Die beiden Damen haben in SMS damit geprahlt, dass sie mit Assange gepoppt haben. Sieht so Vergewaltigung aus?!
Alles in allem finde ich die Arbeit von Wikileaks und deren Kopf Julian Assange sehr wichtig und wertvoll, weil es zu Transparenz und Aufdeckung von Straftaten führt.
Mindestens genau so wichtig und noch heldenhafter sind die Menschen, die den Zugriff auf solche Informationen ermöglichen – sei es nun Daniel Ellsberg, William Felt, Katherine Gun, Bradley Manning oder wie sie alle heißen.
Die Welt braucht solche Menschen! Die Welt braucht so etwas wie Wikileaks.
Da findet man ganz mysteriöse Pakete mit Druckerpatronen mit Platinen dran. Rein zufällig in Flugzeugen, die in den USA landen sollen. Ist ja klar, dass man nun härter gegen die möglichen Urheber vorgehen muss, wenn die Amerika so bedrohen.
In meinen Augen sieht es nach einer Rechtfertigung aus, dass man bald die Freiheit noch ein wenig einschränken und dem Militär noch mehr Gelder gewähren muss. Wär ja schade um die amerikanische Rüstungsindustrie, wenn man nach dem Abzug aus dem Irak nichts zu tun hätte.
Fear, uncertainty and doubt.
Heute gab es sehr erfreuliche News aus den Reihen von SourceForge. Dort hat man sich nun dazu entschieden, dass man die Projekte entscheiden lässt, ob sie Benutzer aus “Schurkenstaaten” blocken wollen, oder nicht. Somit kann jedes Projekt für sich entscheiden, ob es gegen die US-Exportbeschränkungen verstößt und ob es somit den Zugang blockiert oder nicht. Leider klärt der Blog-Eintrag nicht darüber auf, ob User aus diesen Ländern nun auch committen dürfen.
Das tolle bei freier Software ist, dass sie frei ist und jeder Mensch sie benutzen und weiterentwickeln kann, egal welcher Rasse, welchem Glauben oder welcher Nationalität er angehört.
Nun muss eigentlich ein Satz mit einem großen ABER folgen. Grund dafür ist, dass SourceForge, einer der großen Hoster für FOSS-Projekte den Zugriff ihre für Besucher aus Kuba, dem Iran, Nord-Korea, dem Sudan sowie Syrien blockiert. Blockieren muss. Denn diese Staaten sind laut dem Verständnis der USA Schurkenstaaten.
Der Zugriff war schon vorher in der Art eingeschränkt, dass Menschen aus diesen Ländern daran gehindert wurden Code zu Projekten beizusteuern (committen). Dadurch, dass die US Sanktionen gegen diese Länder verhängt hat und SourceForge dem amerikanischen Unternehmen Geeknet gehört, sind sie leider die amerikanischen Gesetze gebunden und setzen diese leider um.
Ich finde die Blockade des Zugangs bedenklich, denn es werden damit Menschen ausgesperrt, die nicht unmittelbar für die Taten ihrer Länder verantwortlich gemacht werden können. Es spricht gegen mein Verständnis von Freiheit! Glücklicherweise lassen sich durch Proxys oder Anonymisierungsdienste diese Sperren umgehen! Und natürlich gibt es noch andere Anbieter, welche OpenSource-Projekte hosten.
Ganz herzlich lachen musste ich heute, als ich las, dass Microsoft ein 60-Tage-Ultimatum von einem amerikanischen Richter bekam und innerhalb dieses Ultimatums seine Office-Produkte so abändern muss, dass diese keine XML, DOCM uuuuuund .docx-Dateien öffnen können. Es sind dabei z.B. Word 2003 und fortführend, also auch das bald kommende Word 2010, betroffen. Mit einer einstweiligen Verfügung wird weiterhin der Verkauf von Office blockiert.
Nebenbei sind 290 Millionen US$ Schadensersatz an den Kläger, die kanadische Firma i4i, zu zahlen, weil Microsoft ein Patent von i4i verletzt hat. Schon vorher, im Mai 2009, bekam i4i 200 Millionen Schadensersatz zugesprochen.
Ich bin wirklich mal gespannt, ob Microsoft nochmal dagegen in Berufung geht, ich würde es vermuten, und ob es umgesetzt wird – und wenn, dann vor allem wie! Auf jeden Fall zeigt dieser Fall, wie idiotisch Software-Patente doch sein können – und dass man in den USA eine Menge Geld damit verdienen kann!
Ich hatte schonmal davon gehört, dass deutsche Behörden den Amerikanern Zugriff auf ihre Daten geben. Nun findet sich das gute Stück im Netz und ich bin empört! Ach was, sauer bin ich!
Die Amerikaner können dabei nach Belieben ohne Grund an unsere Daten und man wird weder davon in Kenntniss gesetzt noch kann man etwas dagegen tun.