Momentan hat man wieder ein paar schöne Beispiele für das, was Software-Patente so machen:

Und das sind die großen Innovationsförderer? Glaubt ihr wirklich daran?
Schafft die Dinger einfach ab!

 

 

Softwarepatente sind Mist, weil sie in meinen Augen viel zu oft missbraucht werden. Microsoft beweist das gerade wieder schön, weil sie beginnen Firmen zu verklagen, die Android-Systeme auf ihren Geräten anbieten. Namentlich genannt sind Acer, Asus, HTC und Motorola, wobei nur letztere wirklich verklagt werden und der Rest Lizenzgebühren zahlen soll.

Interessant ist, dass die Klage wegen folgenden Techniken geführt wird: Synchronisation von E-Mails, Kalendern und Kontakten, das Planen von Meetings und Anwendungen über Änderungen der Signalstärke und Batterielaufzeit informieren. Wirklich. Das alleine finde ich schon ein starkes Stück, aber dieser Blogpost in Technet setzt dem ganzen dann die Krone auf:

That Microsoft has important patents in this [smartphone] area should not surprise anyone – we’ve spent over 30 years developing cutting-edge computer software.

Microsoft, der Vorreiter der Smartphones. Der Vorreiter, der mit seinem Windows Phone 7 ziemlich auf die Nase zu fallen scheint, verklagt nun Anbieter konkurrierender Produkte und versucht anscheinend den Preis für das kostenlose Android-Betriebssystem in die Höhe zu heben. Kotzt mich ein bisschen an. Ein bisschen viel. Und ich wünsche mir, dass Microsoft mit seinem neuesten Handy-Betriebssystem ziemlich auf die Fresse fällt. Und dass es weh tut!

Noch mehr wünsche ich mir allerdings, dass die Welt von diesen bescheuerten Software-Patenten befreit wird. Sowas verhindert Innovation!

 

Ganz herzlich lachen musste ich heute, als ich las, dass Microsoft ein 60-Tage-Ultimatum von einem amerikanischen Richter bekam und innerhalb dieses Ultimatums seine Office-Produkte so abändern muss, dass diese keine XML, DOCM uuuuuund .docx-Dateien öffnen können. Es sind dabei z.B. Word 2003 und fortführend, also auch das bald kommende Word 2010, betroffen. Mit einer einstweiligen Verfügung wird weiterhin der Verkauf von Office blockiert.

Nebenbei sind 290 Millionen US$ Schadensersatz an den Kläger, die kanadische Firma i4i, zu zahlen, weil Microsoft ein Patent von i4i verletzt hat. Schon vorher, im Mai 2009, bekam i4i 200 Millionen Schadensersatz zugesprochen.

Ich bin wirklich mal gespannt, ob Microsoft nochmal dagegen in Berufung geht, ich würde es vermuten, und ob es umgesetzt wird – und wenn, dann vor allem wie!  Auf jeden Fall zeigt dieser Fall, wie idiotisch Software-Patente doch sein können – und dass man in den USA eine Menge Geld damit verdienen kann!

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