Doch kein Word-Verkaufsverbot

Das Verkaufsverbot für Microsoft Word tritt doch nicht in Kraft. Microsoft hat Einspruch eingereicht und ein Berufungsgericht setzte das Verbot außer Kraft. Prominente Unterstützung gabs für Microsoft übrigens von HP und Dell, die sich ebenenfalls gegen das Verbot aussprachen. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, wenn Word verboten würde. Interessante Behauptung, die Quellen hätte ich gerne mal gesehen.

Lacher des Tages: Word-Verkaufsverbot

Ganz herzlich lachen musste ich heute, als ich las, dass Microsoft ein 60-Tage-Ultimatum von einem amerikanischen Richter bekam und innerhalb dieses Ultimatums seine Office-Produkte so abändern muss, dass diese keine XML, DOCM uuuuuund .docx-Dateien öffnen können. Es sind dabei z.B. Word 2003 und fortführend, also auch das bald kommende Word 2010, betroffen. Mit einer einstweiligen Verfügung wird weiterhin der Verkauf von Office blockiert.

Nebenbei sind 290 Millionen US$ Schadensersatz an den Kläger, die kanadische Firma i4i, zu zahlen, weil Microsoft ein Patent von i4i verletzt hat. Schon vorher, im Mai 2009, bekam i4i 200 Millionen Schadensersatz zugesprochen.

Ich bin wirklich mal gespannt, ob Microsoft nochmal dagegen in Berufung geht, ich würde es vermuten, und ob es umgesetzt wird – und wenn, dann vor allem wie!  Auf jeden Fall zeigt dieser Fall, wie idiotisch Software-Patente doch sein können – und dass man in den USA eine Menge Geld damit verdienen kann!

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