Wenn in Ungarn eine Behörde die Veröffentlichungen aller Medien kontrolliert, dann sorgt das für einen Aufschrei, kommt sogar zu einer Untersuchung der EU.

Wenn Frankreich ihrer Regierung das Recht gibt Seiten im Internet zu sperren, dann passiert nichts, wird es kaum wahrgenommen. Ist immerhin nur ein Medium.

Wenn in Deutschland Zeitungen Berichte über unsere Regierung veröffentlichen, dann werden diese Veröffentlichungen kritisiert. Und verschiedene Verlage, Zeitungen, Menschen beteiligen sich an einem Appell gegen die Verfolgung von Wikileaks, ein Appell für die Wahrung der Meinungsfreiheit und der freien Presse.

Wieso wird immer wieder versucht missliebige Stimmen zu verbieten? Wir leben in einer Demokratie, jeder sollte sich äußern können. Egal ob im privaten Gespräch, in der Zeitung oder im Internet. Wir haben das Recht öffentlich unsere Meinung zu sagen! Ich dachte immer, dass nur Diktaturen eine Zensur brauchen. Arbeiten Regierungen in der EU auf eine solche hin?

 

The Pirate Bay-LogoMit The Pirate Bay wurde mein ganz persönlicher Lieblingstracker verkauft. Denn die Piratenbucht war mehr als nur ein Torrent-Tracker, es war die Hochburg des Widerstands gegen die Musik- und Filmindustrie, Platz freier Meinungsäußerung und Flaggschiff gegen Zensur. Und eben immer eine gute Anlaufstelle für Downloads aller Art.

Nun wurde The Pirate Bay für 5,5 Millionen Euro an  Global Gaming Factory X (GGF) verkauft. Dafür gabs alle Tracker-Domains, den Quellcode der Bucht und ein Datenbank-Abbild. Von Statten gehen soll die Übergabe am 27. August, also in nicht mehr ganz 3 Wochen. Ziel von GGF ist es, aus der Piratenbucht eine legale Torrent-Seite zu  machen und auch an der Börse notiert zu sein. Das steht völlig im Kontrast zu dem, was TPB vorher war, denn die Nutzung war schlicht und einfach kostenlos. Wahrscheinlich erhofft sich GGF durch den Kauf, dass viele User sich plötzlich dazu entschließen für ihre Torrents zu bezahlen. Ich zweifle daran!
Weniger Zweifel hatte wahrscheinlich der CEO von Napster, als er GGF 10 Millionen US$ für TPB bot. Die lehnten jedoch ab!

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Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass es unter Meinungsäußerung fällt, wenn man seine Lehrer bei Spickmich benotet.

Ich begrüße diese Entscheidung! Lehrer sollten aufhören sich dabei als Opfer zu sehen. Es ist natürlich möglich, dass man Schabernack damit treibt und z.B. wegen persönlicher Differenzen Lehrer schlecht benotet, aber ich denke mal, dass die Zahl solcher Missbräuche recht klein ist. Lehrer sollten durchaus mal einen Blick auf diese Seite werfen, schliesslich bekommen sie dort Feedback über ihren Unterricht und können so Punkte finden, welche sie verbessern können!

In vielen Unternehmen werden die Arbeitnehmer für ihre Arbeit bewertet und wenn dort keine guten Ergebnisse zustande gebracht werden, dann hat das Konsequenzen für den Arbeitnehmer (Stichwort leistungsorientierte Vergütung)! An privaten Universitäten ist es teilweise selbstverständlich, dass die Lehrkörper bewertet werden – und wer dort beständig von den Studenten schlechte Noten bekommt, der muss dann gehen.

Auch während meiner Ausbildung bekomme ich regelmäßiges Feedback meiner Betreuer, was mir bis jetzt noch nie geschadet hat.
Man sollte das nicht als Angriff, sondern als Chance sich zu verbessern, sehen!

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