Viele Menschen schieben Panik wegen Dioxin in ihren Eiern. Und Frau Aigner, unsere Verbraucherschutzministerin, will uns natürlich schützen und Kontrollen bei Futterherstellern verschärfen und die Strafen bei Vergehen erhöhen. Weh tun soll es, aber wird etwas passieren?

Ich bin noch immer wütend auf Aigner, weil sie nicht die Nährwertkennzeichnung auf Lebensmittel unterstützte, sondern den von der Industrie vorgelegten Ansatz des Guideline Daily Amount (GDA). Wohlwollend kann man sagen, dass die Ergebnisse einer Umfrage auf ihre eigene Art interpretierte. Ich würde behaupten sie hat damit uns als Verbraucher verarscht.

Der gesundheitliche Verbraucherschutz hat Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen.

Das sagte Aigner heute auf einer Pressekonferenz bezüglich der mit Dioxin belasteten Eier. Schade, dass sie diese Ansicht nicht in Bezug auf die Lebensmittelkennzeichnung hatte…

 

Sehr gut finde ich die Aktion von foodwatch, welche eine einfache Lebensmittelkennzeichnung fordert!

Dabei sollen die Farben rot, gelb und grün signalisieren, wie gut oder eben nichtdas Produkt in Hinsicht auf Fett, Fettsäuren, Salz und Zucker ist! Leider stellt sich Gesundheitsminister Seehoofer dagegen quer, er fordert eine simple Angabe von Zahlen, keine vergleichenden Angaben wie bei der Ampelregelung.

Ich vermute dahinter ja Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie, ist die vergleichende Ampellösung doch für jeden Menschen gut interpretierbar! Bei der Methode mit den Zahlen hat man das Problem, dass die Angaben sich auf den vermuteten Tagesbedarf einer erwachsenen Frau beziehen. Tja, und das nützt mir garnischt!

Deshalb fände ich es gut, wenn möglichst viele diese Petition unterstützen – auch erwachsene Frauen mit ihrem vermuteten Tagesbedarf ;)

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