Das Internet, der freie und rechtsfreie Raum. Als dieser wird das Netz immer wieder bezeichnet, aber ist das heute noch die Wahrheit? Wird bereits nicht mehr nur in Diktaturen das Web manipuliert, sondern weltweit? Hier gibts kurz, knackig und sehr anschaulich einen Überblick dazu.

UPDATE: Und genau heute erreicht mich die News, dass Hillary Clinton eine Grundsatzrede zu Freiheit im Internet gehalten hat. Inklusive Wikileaks-Bashing und erhobenem Zeigefinger in Richtung China und naher Osten. Aber auch vor dem eigenen Hof sollte man kehren, setzen sich die USA doch für einen Internet Killswitch ein.

 

Nachdem mein Splitter endgültig die Grätsche gemacht hat und ich nur im Internet surfen oder telefonieren konnte, musste ich leider wieder die Hotline bei Alice bemühen. Die Hotline, bei der man lange warten muss, um dann mit irgendwem verbunden zu werden, der einen Fragenkatalog abarbeitet und mich regelmäßig zur Weißglut treibt. (Nein, ich hab dieses veraltete Alice-Modem nicht angeschlossen. Ja, ich weiss, wie man die Geräte verkabelt. Nein, ich nutze kein Windows.) Continue reading »

 

“Natürlich, das einfache Volk will keine Zensur. Aber schließlich sind es die Machthabenden eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, die Provider zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt.
Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde ihre Kinder schützen, und den Providern Unterstützung von Kinderpornografie vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten die Kinder in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.”

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Mit ihren Vorschlägen in einem Positionspapier, welches an das EU-Parlament gerichtet ist, fordert die IFPI ISPs dazu auf, dass sie den Traffic ihrer Kunden nach den Wünschen der IFPI zensieren!

Einmal sollen bestimmte Protokolle geblockt werden, wenn diese Protokolle “mit verschiedenen Datentransfers assoziiert sind”, wobei auch legale Angebote wie Jamendo, UrT oder diverse Linux-Distributionen diese Protokolle verwenden. Dabei ist man bei der IFPI wieder komplett blind gegen mögliche Folgeschäden durch diese Blockkaden. Ich denke, viele WoW-User fänden es alles andere als amüsant, wenn sie plötzlich stundenlang auf ihre Updates warten müssten, weil die WoW-Server durch einen großen Ansturm überlastet sind, weil ISPs einfach das BitTorrent-Protokoll blockieren.

Dann soll der ISP im Traffic seiner Kunden nach Audiodateien schnüffeln und in einer Datenbank abgleichen, ob die Datei verbreitet werden darf oder nicht. Hier könnte die IFPI auch Dateien von IFPI-feindlichen Künstlern aufnehmen und diese Blockieren, da die IFPI die Datenbank für dieses Vorgehen stellen will. Dann würde es wieder mal Personen treffen, welche damit nichts zu tun haben.
Ausserdem ist es kein beruhigendes Gefühl, dass mein ISP in meinem Traffic rumschnüffelt. Aber Schnüffelei scheint bei der EU gerne gesehen, anders kann man auch die Vorratsdatenspeicherung nicht erklären!

Als letzte Möglichkeit sollen bestimmte Webseiten blockiert werden. Z.B. unsere schwedischen Freunde der Piratenbucht oder die russischen Vertreter kostengünstiger Musik AllOfMP3. Dass solche Seiten auch oftmals Chancen für neue und gegenüber der IFPI unabhängige Künstler bedeuten wird hier ignoriert.

Ich bin, wer hätte es gedacht, eindeutig gegen solche Zensur-Massnahmen, vorallem wenn das ganze EU-weit durchgeführt werden soll. Anscheinend scheinen die Befürworter des ganzen sich keine Gedanken darüber zu machen, was sie da eigentlich beschlossen haben wollen! Es bleibt nur zu hoffen, dass diesmal der Protest des Volkes, welches eigentlich vertreten und nicht in seinen Rechten eingeschränkt, mundtot gemacht und überwacht werden soll, hilft, falls das EU-Parlament einen Beschluss dieser Zensur durchbringen will!

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