Wenn ich einen RSS-Feed ins Netz stelle, dann will ich doch, dass dieser genutzt wird. Und Nutzen ist für mich das Einbinden in anderen Services, das Weiterverarbeiten durch Software oder das simple Gelesenwerden durch einen Menschen. Bindet man einen RSS-Feed ein, dann kann das auch zu einem Gerichtsprozess führen. So geschehen und das leider mit einem verheerenden Urteil: Ohne ausdrückliche Genehmigung des Bereitstellers handelt man fahrlässig.

Ich frage mich, wieso man einen RSS-Feed anbietet, wenn man nicht will, dass er mit den technischen Möglichkeiten genutzt wird. Oder anders: Wieso der Bereitsteller den Feed nicht nur gegen Anfrage rausgibt ist mir dann auch schleierhaft – schliesslich soll man ihn ja um Erlaubnis bitten.

 

Das Verkaufsverbot für Microsoft Word tritt doch nicht in Kraft. Microsoft hat Einspruch eingereicht und ein Berufungsgericht setzte das Verbot außer Kraft. Prominente Unterstützung gabs für Microsoft übrigens von HP und Dell, die sich ebenenfalls gegen das Verbot aussprachen. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, wenn Word verboten würde. Interessante Behauptung, die Quellen hätte ich gerne mal gesehen.

 

The Pirate Bay-LogoMit The Pirate Bay wurde mein ganz persönlicher Lieblingstracker verkauft. Denn die Piratenbucht war mehr als nur ein Torrent-Tracker, es war die Hochburg des Widerstands gegen die Musik- und Filmindustrie, Platz freier Meinungsäußerung und Flaggschiff gegen Zensur. Und eben immer eine gute Anlaufstelle für Downloads aller Art.

Nun wurde The Pirate Bay für 5,5 Millionen Euro an  Global Gaming Factory X (GGF) verkauft. Dafür gabs alle Tracker-Domains, den Quellcode der Bucht und ein Datenbank-Abbild. Von Statten gehen soll die Übergabe am 27. August, also in nicht mehr ganz 3 Wochen. Ziel von GGF ist es, aus der Piratenbucht eine legale Torrent-Seite zu  machen und auch an der Börse notiert zu sein. Das steht völlig im Kontrast zu dem, was TPB vorher war, denn die Nutzung war schlicht und einfach kostenlos. Wahrscheinlich erhofft sich GGF durch den Kauf, dass viele User sich plötzlich dazu entschließen für ihre Torrents zu bezahlen. Ich zweifle daran!
Weniger Zweifel hatte wahrscheinlich der CEO von Napster, als er GGF 10 Millionen US$ für TPB bot. Die lehnten jedoch ab!

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