Wo ich gerade schon was über eine ePetition schrieb, hier ist noch eine unterschreibenswerte: für gesetzliche Regelungen für Whistleblower-Schutz. Whistleblower sind mutige Menschen, couragierte Menschen. Menschen, die meinen Respekt genießen.

Nun will eventuell der Eine oder die Andere noch ein wenig mehr zu Whistleblowing erfahren, bevor sie eine Petition mitzeichnen. Dazu verweise ich auf den Talk Whistleblowing – Licht ins Dunkel vom 27C3. Den gibts als Download z.B. hier.

 

Offene WLANs? Gaaaanz böse, dann steht sofort die Polizei in der Wohnung. Macht mir zumindest dieses Comic vor. Wär ja doof, wenn jemand mit meinem WLAN was böses macht, denn ich bin der, der es ausbaden muss.

Leider sieht die aktuelle Rechtslage dem Comic sehr ähnlich. Ich finde aber offene WLANs toll – spätestens dann, wenn man in einer fremden Stadt ist und mal schnell im Internet den Weg zum Hotel suchen will. Oder kurz die Mails checken.

Nun bin ich nicht der einzige, der gerne mehr offene WLANs hätte, unkreativ sieht es ähnlich. Und er hat nicht nur die Lage ausführlich beschrieben, er hat noch viel mehr gemacht: eine ePetition beim Bundestag erstellt, in welcher eine rechtliche Grundlage für den straffreien Betrieb von WLANs fordert. Worauf wartet ihr? Unterschreiben!

 

Die GEMA, das ist eine lustige Gesellschaft, die sich darum kümmert, dass die Künstler ganz viel Geld bekommen. Damit die auch kreativ sind und so. Und damit das funktioniert musst du, ich und alle anderen Leute in Deutschland Abgaben zahlen. Zum Beispiel für eine CD. Oder neuerdings soll das auch für einen USB-Stick sein. Die Einnahmen kommen dann in einen großen Topf und werden gerecht an alle Künstler bei der GEMA verteilt. Oder auch nicht, vllt geht das auch einfach nur an die Major-Labels oder so. Denn wie genau man rausfindet, wer was bekommt, das weiss keiner. Und eigentlich ist für die GEMA auch uninteressant, welche Titel gespielt werden, hauptsache sie bekommen viel Geld! Um das zu erreichen schicken die einfach Rechnungen an Konzertveranstalter. Ob da nun Material gespielt wurde, dessen Urheberrechte bei der GEMA liegen, interessiert die GEMA nicht. Wenn ihr als Band bei der GEMA seid und euer eigenes Konzert organisiert, auf dem ihr nur euer eigenes Material spielt, dann bittet euch die GEMA auch zur Kasse und ihr seht nichts von dem Geld. Oder wenn ihr als Firma eine Telefon-Anlage mit Musik habt.

Hoffentlich bleibt auch alles beim Alten, denn so müssen grandiose Webradios wie Radio Willste.Net die Pforten schließen, Künstler sehen nichts von dem Geld und Veranstalter müssen sich mit idiotischen Forderungen auseinandersetzen. Wirklich eine Schande, dass mehr als 80.000 Deutsche dafür sind die Vereinbarkeit des Grundgesetzes mit der GEMA zu überdenken.

(via Gulli & SpOn)

 

Der Meinung sind momentan über 37.000 Menschen, es unterschreiben ca. 10 Menschen pro Minuten eine Online-Petition gegen die durch von der Leyen durchgedrückte Internetzensur. Diese ePetition findet sich auf der Website des deutschen Bundestags. Die Unterschriftensammlung ist seit Montag morgen aktiv und wird am 16.06. beendet. Wer seine Unterschrift auf die Liste setzen will, der muss dazu seine realen Daten – in diesem Fall Name und Anschrift – angeben! Eine Petition für die Netzzensur fand in 2 Wochen nur bislang 100 Unterzeichner. Andere Petitionen haben Mühen mehr als 500 Mitzeichner zu bekommen, bei dieser Petition scheinen die Zahlen der Mitzeichner förmlich zu explodieren! Edit: Wer sich für eine grafische Darstellung der Anzahl der Mitzeichner interessiert, der darf hier schauen.

Aber worum geht es der Petition genau?

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Wie schon mehrfach berichtet, ist dieses Zensursystem nicht wirksam – lässt sich aber vor Unwissenden gut vermarkten! Außerdem wird das System bis zu seinem Einsatz noch warten müssen, da die Software dafür noch nicht vorhanden ist. Das klingt zwar vorerst gut, aber ist eben auch nur ein Aufschub.

Und was gibt es sonst noch so? Auf EU-Ebene soll etwas ähnliches durchgeführt werden, nur mit weiter gefassten Möglichkeiten zur Netzzensur, welche Mitgliedsstaaten dazu verpflichten würde! Auch die Forderung danach, dass das deutsche Zensursystem nun zur Filterung anderer Inhalte genutzt wird, gibt es schon – namentlich wird z.B. der One-Click-Hoster Rapidshare genannt!

Also, meine Meinung ist klar:
Ich bin gegen solche Zensurmaßnahmen, in meinen Augen ist der richtige Weg gegen die Betreiber vorzugehen und nicht eine solche unsichere Lösung, welche sich aber für Frau von der Leyen gut vermarkten lässt! Wenn ihr der gleichen Meinung seid, dann tut euch den Gefallen und unterzeichnet!

PS: Zu guter letzt gibt es hier noch einen Verweis auf einen Beitrag mit dem Titel “Warum es um Zensur geht” von Jens Scholz, welcher zur Verbreitung von eben jenem aufruft. (Erfahren habe ich davon durch Nerdcore)

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