Sep 102011
 

Als Kind wurde ich getauft. Völlig ohne Möglichkeiten zur Gegenwehr, ohne die Möglichkeit Nein zu sagen. Es geht vermutlich ziemlich vielen jungen Menschen so, dass sie ohne ihr zutun plötzlich Mitglied einer Religionsgemeinschaft sind.

In meinem Fall war ich dann plötzlich Mitglied der katholischen Kirche. So wirklich verstanden habe ich nie, was ich da sollte. Die angeführten Werte und das Buch, in das sich alles reininterpretieren lassen, sind nicht meins. Fiktion sollte nicht als Wahrheit ausgegeben werden.

Meine Kritik hielt sich in jüngeren Jahren noch in Grenzen, ich wurde sogar Konfirmiert nahm sogar an der Kommunion teil. Viele der Jugendlichen, die mit mir konfirmiert wurden, haben anschließend sogar noch die Firmung vollzogen.
Ich nicht. Viele haben es gemacht, weil die Verwandten und Menschen aus der Gemeinde Geschenke gemacht haben – oftmals Geld. Ich weiss nicht, wievielen es damals wirklich um den Glauben ging. Wenn man die Menschen heute fragt, ob sie gläubig sind und regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, dann werden sie vermutlich verneinen.
Ich wollte nichts machen, wo ich nicht wirklich hinterstehe, wovon ich nicht überzeugt bin.

Meine Unzufriedenheit mit dem Gebären sowie den Ansichten der Kirche wuchs, der Glaube war schon lange nicht mehr vorhanden. Deshalb habe ich mich kurz vorm Umzug in die erste eigene Wohnung dazu entschieden aus der Kirche auszutreten. Wenn ich mich recht entsinne hat mich das ca. 10 Minuten meines Lebens und 25€ Bearbeitungsgebühr gekostet.

Wieso soll mein Geld für etwas verwendet werden, dessen Ansichten und Taten ich nicht unterstützen möchte, wenn ich etwas dagegen machen kann?

Überhaupt bin ich immer mehr zur Überzeugung gekommen, dass der Staat und die Kirchen getrennte Wege gehen sollten.
Es kann nicht sein, dass unser Staat die Kirche weiter durchfüttert, dass er den Steuereintreiber spielt und nebenbei auch noch Geldgeber für deren Angebote ausgibt.
Staat und Kirche gehören getrennt! Wir haben eine Religionsfreiheit und das ist gut so. Die Religionen sollen sich selbst um ihre Einnahmen kümmern und den Staat hat die Religionszugehörigkeit seiner Bürger nicht interessieren.

Ich kann es wirklich nur jedem nahelegen, dass er aus der Kirche austritt, wenn er nicht dahinter steht. Für mich war das Grund genug. Wem es allerdings an weiteren Gründen fehlt, der sollte vielleicht auf Kirchenaustrittsjahr vorbeischauen. Da gibts sogar Beispielrechnungen, die aufzeigen, wieviele Geld man dadurch sparen kann. Ich hoffe nur, dass das nicht der einzige Grund ist, dass man austritt…

Aug 192011
 

Nachdem vor einiger Zeit bereits die Meldung herumging, dass bei Apple-Jüngern die gleichen Hirnregionen angesprochen werden, die auch bei religiösen Idioten Menschen angesprochen werden, gibts weitere, interessante Neuigkeiten.

Habt ihr mal bemerkt, dass viele Apple-User alles von Apple verteidigen, ohne dass dort  auch nur geringe Formen von Kritik zugelassen werden? Apple der große, weiße und unfehlbare Plastik-Gott.
Dafür gibts nun eine Begründung, die man im Fachjargon als Self-Branding bezeichnet. Kurz: Die User identifizieren sich mit der Marke und nehmen Kritik an der Marke als Kritik an sich selbst wahr.

Erklärt für mich super einige Reaktionen, die man immer wieder von Apple-Usern bekommt. Hirnwäsche deluxe.

Aug 012011
 

Ich bin gerade sehr angetan von einem meiner Offline-Freunde. Das sind die, die das Netz zwar nutzen, aber eben nur so sporadisch.

Auf jeden Fall hat dieser Freund mir eine Geburtstags-Einladung zukommen lassen.
Per SMS. In welcher die URL eines short linking services stand. Und darüber gings für mich zur Einladung.
Wooohoooo!

Jul 202011
 

Immer wieder konnte ich in der Vergangenheit von Hacks bei großen Firmen, manchmal sogar Regierungsservern, lesen. Und immer wieder war ich erstaunt. Nicht unbedingt durch die Rafinesse der Angreifer, sondern eher durch die Lücken, welche ihnen den Zugriff ermöglichte.

Gejagt werden immer nur die Angreifer. Dabei sehe ich die Administratoren und Entwickler solcher Seiten nicht unbedingt unschuldig. Veraltete Software, unverschlüsselte Passwörter und fahrlässiges Verhalten in Sicherheitsfragen ist nicht unbedingt das, was einem Angreifer vorgeworfen werden kann.

Und auch hier ist der Grund dafür, dass solche Makel vorliegen nicht alleine durch die Administratoren bedingt. Das Management will oftmals zwei Dinge: schnelle Lösungen und billige Lösungen. Beschlossen wird es an der einen, umgesetzt an der anderen Stelle.

Gerade geringe Kosten sind ein Punkt, den das Management sofort sieht. Auf Budgetierungsplänen, auf Abrechnungen.

Doch unter Umständen sind es genau diese niedrigen IT-Kosten, über die man sich später ärgert, weil sie mindestens einen Image-Schaden verursacht haben. Wenn man Pech hat, dann ist der Schaden noch größer.

Und ein paar Jugendliche werden von einem Sondereinsatzkommando abgeführt…

Jun 262011
 

Manchmal benötigt man die Polygone einer Grenze. Durch OpenStreetMap und ein Script aus der OSM-Community lässt sich das sehr schnell bewerkstelligen.

Das Script ist mittels svn co http://svn.openstreetmap.org/applications/utils/gary68 schnell auf den eigenen Rechner befördert.

Nun brauchen wir noch Daten, genauer gesagt ein .osm-File, für unser Unterfangen. Ich kann mir solche Dateien direkt auf OSM erzeugen lassen, indem ich den Punkt Export wähle. Ist leider für große Ausschnitte unbenutzbar, weshalb ich mir eine entsprechende Datei für Hessen von hier besorgt habe.

Nun kann man loslegen. Naja, vorausgesetzt man hat bereits die entsprechenden Perl-Module installiert. Es müssen vorhanden sein Math::Polygon, IO::Compress, Compress::Bzip und GD. Meckert GD mit der Meldung Could not find gdlib-config in the search path, dann gibts hier Abhilfe.

Gut, wir haben nun alles was wir benötigen und können loslegen. Ich habe mir vorher noch einen Unterordner mit Namen hessen erstellt, in welchem ich meine Dateien ausgegeben haben möchte.

Der folgende Aufruf erzeugt mir aus der entpackten .osm-Datei Polygon- und Bild-Dateien (als PNG) mit den Grenzen. Außerdem bekomme ich ein großes Bild mit einer Übersicht erstellt. Wichtig ist der Punkt -ignoremissing, damit auch unvollständige Pfade verarbeitet werden.

perl boundaries.pl -in=../hessen.osm -html=hessen.html \
-csv=hessen.csv -poly -polybase=./hessen/hessen_poly \
-pics -picsize=1024 -bigpic -bigpicsize=20480 -ignoremissing

Nach ca. 5 Minuten ist dann das Script bei mir beendet und ich kann die Ergebnisse weiterverarbeiten.

Jun 152011
 

Erinnert ihr euch auch an das eklige Gefühl, als euch jemand im Geschichtsunterricht erzählt hat, dass man anhand von Experimenten versucht hat herauszufinden, wer ein Arier ist?
Wisst ihr noch, was ihr gedacht habt, als man euch erzählte, dass man die deutsche Rasse möglichst rein halten wollte?

Genau so rein sollen Mitglieder der Deutschen Burschenschaft sein. Niemand mit anderer Herkunft, niemand dessen Eltern aus anderen Ländern kommen uuuuund niemand, der nicht deutsch aussieht.
Ja, verkacktes Nazipack!

Und deshalb: