SourceForge überlässt die Blockade seinen Projekten
Heute gab es sehr erfreuliche News aus den Reihen von SourceForge. Dort hat man sich nun dazu entschieden, dass man die Projekte entscheiden lässt, ob sie Benutzer aus "Schurkenstaaten" blocken wollen, oder nicht. Somit kann jedes Projekt für sich entscheiden, ob es gegen die US-Exportbeschränkungen verstößt und ob es somit den Zugang blockiert oder nicht. Leider klärt der Blog-Eintrag nicht darüber auf, ob User aus diesen Ländern nun auch committen dürfen.
Freie Software aber kein freier Zugang?
Das tolle bei freier Software ist, dass sie frei ist und jeder Mensch sie benutzen und weiterentwickeln kann, egal welcher Rasse, welchem Glauben oder welcher Nationalität er angehört.
Nun muss eigentlich ein Satz mit einem großen ABER folgen. Grund dafür ist, dass SourceForge, einer der großen Hoster für FOSS-Projekte den Zugriff ihre für Besucher aus Kuba, dem Iran, Nord-Korea, dem Sudan sowie Syrien blockiert. Blockieren muss. Denn diese Staaten sind laut dem Verständnis der USA Schurkenstaaten.
Der Zugriff war schon vorher in der Art eingeschränkt, dass Menschen aus diesen Ländern daran gehindert wurden Code zu Projekten beizusteuern (committen). Dadurch, dass die US Sanktionen gegen diese Länder verhängt hat und SourceForge dem amerikanischen Unternehmen Geeknet gehört, sind sie leider die amerikanischen Gesetze gebunden und setzen diese leider um.
Ich finde die Blockade des Zugangs bedenklich, denn es werden damit Menschen ausgesperrt, die nicht unmittelbar für die Taten ihrer Länder verantwortlich gemacht werden können. Es spricht gegen mein Verständnis von Freiheit! Glücklicherweise lassen sich durch Proxys oder Anonymisierungsdienste diese Sperren umgehen! Und natürlich gibt es noch andere Anbieter, welche OpenSource-Projekte hosten.
Ihr müsst mehr Leistung bringen!
Ich bin gelegentlich an einer Berufsschule und sitze dort meine Stunden ab nehme voller Motivation am Unterricht teil. Gelegentlich, meist ca. eine Woche bevor die Noten für das Halbjahr gemacht werden müssen, werden wir Schüler mit Klausuren beglückt, um zu zeigen, dass wir unser Hirn minimal benutzen können im Unterricht aufgepasst und zu hause gelernt haben. Das war neulich also in Englisch der Fall.
Die Arbeit selbst bestand daraus, dass man im Text fett gedruckte Wörter erkennt und in eine Lücke mit passender Stellenzahl einsetzt. Oder mit großem Fachwissen ausgestattet das passende, ebenfalls fett gedruckte Wort im Text findet und an passender Stelle in einem Lückentext einsetzt. Zu guter letzt musste man Textbausteine in die richtige Reihenfolge bringen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich so eine Arbeit auch in mir nicht bekannten Fremdsprachen mit einer guten Note abgeben würde.
Heute gabs die Arbeit zurück und was prangte auf meiner Arbeit? Eine 2+. Okay, damit kann ich gut leben. Meine Zwei hatte ich durch 44 von 45 Punkten erreicht. Lustig wurde es erst nach dem Blick auf den Notenschlüssel, den wir samt Musterlösung ausgeteilt bekamen. Da wurde mir dann klar, dass man für eine 1 nicht 45 Punkte benötigt. Sondern 47 Punkte für eine glatte 1, eine 1- konnte man bereits mit 46 Punkten erreichen. Aber moment, Maximalpunktzahl bei dieser Arbeit waren 45 Punkte und Extrapunkte nicht möglich? Ab 102% bekommt man erst eine 1-? Sind wir schon so weit in unserer Leistungsgesellschaft?
Wir wiesen also unseren Lehrer auf den kleinen Fauxpas hin und er sagte uns, dass er schnell in den Lehrerarbeitsraum gehen wollte, um dort das Excel-Sheet mit unseren Noten zu korrigieren. Leider schien das unseren Lehrer vor ungeahnte Herausforderungen zu stellen, denn wir mussten über eine Stunde auf seine Rückkehr warten, bei der er uns dann verkündigte, dass er es nicht geschafft habe die Berechnung fertig zu bringen.
Das finde ich nun sehr bitter. Ich bin auf einer Schule, welche Ausbildungen in IT-Berufen anbietet und unser Lehrer machte mit uns IT-bezogenes Englisch. Aber es ist zu kompliziert eine Formel zur Notenberechnung so anzupassen, dass man mit nur 45 anstatt 47 Punkten rechnet? Ich bin mir sicher, dass viele Leute aus der Klasse hilfsbereit gewesen wären, wenn unser Lehrer uns gefragt hätte, ob jemand bei der Formel helfen kann. Leider kam diese Frage nicht. Dann hätten wir zumindest eine Aufgabe gehabt, denn so saßen wir ohne Aufsichtsperson und Aufgabe im Unterrichtsraum herum.
Liebe Lehrer, so etwas motiviert Schüler nicht dazu, dass man gerne den Unterricht besucht!
BSI empfiehlt nicht den IE zu nutzen
Aktuell empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dass man nicht den Internet Explorer verwendet. Dafür soll man temporär, so steht es in der Pressemitteilung, einen alternativen Webbrowser verwenden. Temporär? Ich frage mich wirklich, wieso das Wort darin steht. Ich persönlich empfehle lieber eine dauerhafte Nutzung alternativer Browser.
Der Hintergrund des ganzen ist, dass beim Angriff auf Google China und diverse amerikanische Firmen, die so genannte Operation Aurora, ein noch nicht bekannter Exploit im Internet Explorer ausgenutzt wurde. Im Internet Explorer 6! Der ist zwar unendlich alt, aber es scheint noch genügend Rechner geben, die über eine alte Windows-Installation mit eben jenem Browser verfügen. Außerdem weiß man nicht, ob sich die Sicherheitslücke nicht auch noch in neueren Versionen findet.
Man sollte nicht nur als Privatperson, sondern auch als Firma überlegen, ob man einen solch unsicheren Browser benutzt. Gefahren gibt es zahlreiche, und es tauchen immer wieder neue auf. Das gilt jedoch auch für alternative Browser - nur sind die meist deutlich schneller in der Fehlerbehebung, als dass die Redmonder bei Microsoft sind. Man sollte keine Zeit verlieren, Alternativen gibt es viele!
Das BIOS mit der Maus bedienen
Zuerst einmal möchte ich mich für den Titel entschuldigen. Der ist nämlich ziemlich falsch, weil es sich hierbei nicht ums BIOS sondern um UEFI handelt. EFI wurde von Intel als BIOS-Nachfolger entwickelt, da das BIOS doch ziemlich unflexibel und in die Jahre gekommen ist. Mit Version 2.0 der EFI-Spezifikationen nennt sich das ganze dann Unified EFI, kurz UEFI, und wird vom Unified EFI Forum weiterentwickelt.
Asus präsentiert ein Video, in welchem man sieht, wie das UEFI mit der Maus bedient werden kann. Das ist ganz nett für Mausschubser, aber den interessanteren Teil findet man meiner Meinung nach am Ende des Artikels:
Laut Asus soll das gezeigte UEFI vorerst nur für Mainboards der Serie P5Q erscheinen, wann, gab das Unternehmen noch nicht an.
Ich hoffe mal, dass das nicht so ein Scherz wird, wie es damals MSI mit seinen EFI-Boards machte, die zwar angekündigt wurden aber dann nicht so erschienen. Denn dann gäb es einen großen Hersteller, der EFI mit seinen Boards ausliefert.
Mittlerweile kann Windows auch in normalen Versionen mit EFI umgehen. Was vorher speziellen Server-Versionen vorbehalten war, wurde mit Windows Vista 64Bit ab Service Pack 1 auch im privaten Umfeld möglich. Windows 7 scheint UEFI von Haus aus zu unterstützen, allerdings fand ich keine Informationen darüber, ob das auch in der 32Bit-Version der Fall ist oder man wieder zwingend 64Bit benötigt. Also sollte es selbst einem John Doe möglich sein, dass er EFI nutzt. Dass EFI weder kompliziert noch fehleranfällig ist beweist Apple, die seit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren EFI in ihren Rechnern einsetzen.
Linux kommt schon ziemlich lange, seit 2000, mit EFI klar. Beim Kauf eines neuen Boards, was sicher irgendwann geschehen wird, werde ich deshalb darauf achten, dass ich eines mit UEFI bekomme und nicht weiter das veraltete BIOS. Mir kommt es dabei weniger darauf an, dass man nun schöne grafische Menüs hat oder man die Einstellungen mit der Maus tätigen kann. EFI ist in meinen Augen zukunftssicherer und sollte einen schnelleren Start ermöglichen als BIOS.
Wer Polizisten anzeigen will muss mit Prügel rechnen
Aus aktuellem Anlass mache ich auch nochmal darauf aufmerksam:
Bei der Freiheit statt Angst Demo am 12.09.2009, also gestern, in Berlin wurde jemand übel von der Polizei verprügelt, nachdem dieser gegen einen Polizisten Anzeige erstatten wollte. Nennt man glaube ich Polizeigewalt.
Wie auch immer, bei Fefe gibts einige Infos dazu, unter anderem Links zu Videos, wo das ganz gut dokumentiert ist. Um auszuschliessen, dass einfach der Server mit dem betreffenden Video beschlagnahmt wird, gibt es das mittlerweile an vielen Stellen im Netz und unter anderem existieren an mehreren Stellen Torrents dazu.
Am besten weitersagen und das Torrent-Prog mit den Torrents füttern.
Doch kein Word-Verkaufsverbot
Das Verkaufsverbot für Microsoft Word tritt doch nicht in Kraft. Microsoft hat Einspruch eingereicht und ein Berufungsgericht setzte das Verbot außer Kraft. Prominente Unterstützung gabs für Microsoft übrigens von HP und Dell, die sich ebenenfalls gegen das Verbot aussprachen. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, wenn Word verboten würde. Interessante Behauptung, die Quellen hätte ich gerne mal gesehen.
