“Geheime” Dokumente zur Loveparade

Die Stadt Duisburg, vertreten durch Herrn Sauerland, lässt die Veröffentlichung dieser Dokumente gerichtlich verbieten. Und plötzlich gibts die Dokumente auch als Torrent oder bei Filehostern.

Dass damit ein Streisand-Effekt ausgelöst wird, war der Stadt Duisburg wahrscheinlich nicht bekannt.

Geht es schon wieder nur ums Geld?

Lange gabs hier keinen Post mehr zu politischen Themen. Und dieser Post wird auch recht kurz ausfallen. Ich will eigentlich nur kurz eure Nase auf ein Thema lenken, was mir ein wenig untergehen zu scheint.

Letztes Wochenende verloren 21 Menschen ihr Leben bei der Loveparade. Es herrscht seitdem ein Spiel um den schwarzen Peter: die Stadt Duisburg möchte ihn nicht, Veranstalter Lopavent nicht und die Polizei selbstverständlich auch nicht. Kann wahrscheinlich jeder von uns nachvollziehen. (weiterlesen…)

T.M.R.A.O.T.E.P.: Spendenziel erreicht

Gestern gabs eine Nachricht aus dem Hauptquartier von paniq, dass das Spendenziel für das Album erreicht wurde.

Damit steht der Arbeit an dem Album nichts mehr entgegen. Trotzdem bleibt die 5 restlichen Tage die Möglichkeit bestehen, dass man spendet. Damit soll jeder noch die Möglichkeit bekommen sich eine frühe Veröffentlichung des Albums zu sichern. Wer sich noch unsicher war, ob das Geld zusammenkommt oder nicht, der hat nun die Möglichkeit mit einem beruhigteren Gewissen zu spenden.

PS: Niemand weitersagen ;)

Made in Hessen

Wappen von HessenIch war vorhin im kaufhausHESSEN, um ein kleines Geschenk zu besorgen. Im kaufhausHESSEN gibts alles mögliche – Bücher, Klamotten, Kochutensilien, Gewürze, Hygieneartikel, süßes, scharfes, helles, dunkles und buntes. Und all das hat gemein, dass es in Hessen, meiner Heimat, hergestellt wurde.

Neben Alltagsgegenständen, z.B. Bechern oder Seife, gibts auch recht exotische Dinge, wie Blütensalz bzw. Blütenzucker, und natürlich auch vieles, was der Mainmetropole Frankfurt zuzuordnen ist. So gibts Dippche und Bembel, Apfelwein in Flaschen oder in Dosen (Bembel with Care). Es gibt Survival Kits mit Apfelwein und Lektüre dazu, was ich als Geschenk eine tolle Idee finde!
Wer mag, der kann sogar seine Kleidung dort kaufen und sich mehr als sonst wie ein Hesse fühlen ;)

Der Laden lädt zum Stöbern und entdecken ein, gibt es doch an den Regalen Hinweise, woher die Produkte denn kommen und wer sie herstellt. Aber nur die Auswahl allein ist nicht das, was mich gerne wiederkommen lässt: Ich wurde vorhin, auf der Suche nach einem Geschenk, gut beraten und hatte ein interessantes Gespräch! Man wird als Kunde geschätzt, freundlich und gut behandelt.
Deshalb hoffe ich, dass der gemütliche Laden auf der oberen Berger Straße noch lange bestehen bleibt – schaut doch mal vorbei :)

Vergessen und faszinierend

In der Kategorie Vergessene Orte von einestages stöbere ich immer wieder gerne. Orte, an die sich kaum jemand erinnert, die teilweise nicht mehr existieren, üben eine gewisse Faszination über mich aus. Ich bin zwar noch nie durch derartig verlassene Orte gewandelt, würde das aber gerne mal machen. Und dabei mich dann ein wenig wie India Jones fühlen, auf der Suche nach dem verlorenen Schatz. Oder einfach das Gefühl zu haben seit Jahren der erste zu sein, der seine Füße dort voran schiebt.

Wie siehts mit euch? Auch gelegentlich Lust sowas mal zu erleben?

Religion und Staat

Was haben Henry Lee Lucas und Christian Wulff gemeinsam. Nein, sie kandidieren nicht beide für die Wahl des Bundespräsidenten. Aber sie werben beide für Jesus. Der eine mit nem schmucken T-Shirt, der andere als Kurator bei einem missionarischen Event namens ProChrist.

Ich möchte keinem von beiden als Bundespräsident, weil ich jemanden möchte, der nicht so sehr in religiösen Dingen engagiert ist. Staat und Kirche sollten getrennt sein!

Ich mag keine religiöse Regierung. Genau so wenig, wie ich als Nichtgläubiger Kirchenbedienstete bezahlen will. Ich habe ein Problem damit, wenn unser verschuldetes Deutschland Kürzungen im sozialen Bereich machen, aber dann den mit vollen Händen Kinderfickern Priestern Geld in den Rachen schmeißt.

Phonon und ALSA

Nach meinem Wechsel von Gnome zu KDE SC gibts natürlich immer ein paar Wehwehchen, die nach und nach auftauchen. Ein Problem, dass mir gelegentlich unterkam, ist die anfängliche Unverträglichkeit von Pidgin und Amarok – ALSA und Phonon.

Pidgin nutzt für seine Audio-Ausgabe ALSA oder ESD (den Vorgänger von PulseAudio), KDE SC liefert für seine Anwendungen das Phonon-Framework mit. Startete ich nun Pidgin oder Amarok vor der jeweils anderen Anwendung, so hatte die andere Anwendung keinen Sound. Bei Pidgin stört es mich wenig, wenn es keinen Sound hat, aber wenn ich Amarok starte, dann will ich auch Musik hören – und nicht von Stille begrüßt werden.
Die KDE SC liefert mir durch ein kleines Notify dann die Info, dass das Gerät xyz nicht ordnungsgemäß funktioniert.

Am liebsten möchte ich natürlich, dass beide Anwendungen funktionieren, schließlich ist das recht einfach zu bewerkstelligen! Man öffnet eine Shell und gibt dort folgendes ein:

sudo apt-get install phonon-backend-gstreamer

Dabei sollte automatisch das Paket gstreamer0.10-alsa installiert werden. Falls nicht, sollte man das händisch nachinstallieren. Nach dem nächsten Start von KDE, sollte dann Amarok und Pidgin gleichzeitig funktionieren. Man sollte danach nochmal einen Blick in die Soundsettings von Pidgin werfen. Ich habe die Ausgabe-Methode auf Automatisch gestellt, weil ich damit auch die Lautstärke der Klänge direkt in Pidgin beeinflussen kann.

Pidgin Klang-Einstellungen

Pidgin Klang-Einstellungen

Was hier nun für 2 spezielle Programme dargestellt wurde, sollte sich natürlich auch auf andere Programme übertragen lassen ;)

Wichtige Neuigkeiten (Aprilscherze)

Heute ist so ein Tag, an dem viele wichtige Sachen verkündet werden.

  • Wie Radio Bob berichtet, wird es ab Juni 2010 Porto auf E-Mails geben. Eine E-Mail kostet dann 1 Cent. Ziel dieser Abgabe ist es, Spam-Versand einzudämmen und Kommunikation auf wichtige Dinge zurückzuführen. Kommunikationsanbieter hoffen zusätzlich, dass sie damit Kosten für die Vorratsdatenspeicherung kompensieren können.
  • Aus phpBB wird ASPbb. Die Autoren der beliebten Foren-Software wurden von Microsoft angesprochen ein Forum für die .Net-PLattform zu entwickeln. Dieses liegt seit kurzem vor und hostet bereits das erste Forum, nämlich das offizielle ASPbb-Forum. ASP.Net ist die Sprache der (Web-)Zukunft und das Team von ASPbb hat deshalb bereits erste Hoster kontaktiert, damit diese phpBB-Installationen in ASPbb-Foren umwandeln. Für Foren mit mehr als 30 Usern bzw. 100 Threads werden dabei Lizenzkosten fällig. Diese werden automatisch der Rechnung des Hosters hinzugefügt, also keine Panik.
  • Firefox bietet experimentellen Support der Webkit-Engine an. In den Nightly-Builds gibt es in der about:config einen Schlüssel namens engine.switch.webkit. Setzt man bei diesen den Wert auf 1, so wird anstatt der standardmäßigen Gecko-Engine Webkit verwendet. Webkit wird u.a. in Safari und Chrome verwendet.
  • Der Large Hadron Collider steht im Verdacht schwarze Löcher erschaffen zu können und uns damit alle in den Tod zu reissen. Aber keine Angst: am LHC existiert ein Detektor für schwarze Löcher! CERN selbst dementierte die Möglichkeit schwarzer Löcher in der Vergangenheit, doch das ist ja quasi ein Eingeständnis erster Güte.
  • YouTube bietet Videos mit ASCII-Zeichen an. Damit ist Youtube ganz vorne mit dabei was neue Videoformate angeht! Sie sind nicht die ersten, die so etwas anbieten, aber der erste Anbieter, der so etwas der breiten Masse zugänglich macht!
  • Tethering ist bei vielen Geräten Standard. Palm geht weiter und bietet für das Palm Pre eine App an, welches das Smartphone zum WLAN-Hotspot für bis zu 5 Geräte macht, komplett inklusive Verschlüsselung. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Mobilfunkanbieter das Palm Pre mit entsprechenden Hotspot-Datentarifen ankündigen.
  • Eine große Änderung gibts bei der Free Software Foundation, da sich Richard Stallman von der FSF getrennt hat. So wie es aussieht, wird Stallman die Lager wechseln – gerüchteweise geht es nach Redmond zu Microsoft. Das hat aber keinerlei Auswirkungen auf die GPL, aber einer der krassesten Befürworter Freier Software verschwindet damit aus den Reihen eben dieser.
  • In letzter Zeit gabs einige Kritik an Ubuntu & Canonical. Unklar ist noch, ob die Reaktionen der Community auf Änderungen durch Canonical dazu geführt haben, dass Mark Shuttleworth sich entschlossen hat die Ubuntu-Sparte zu verkaufen. Und zwar an keinen geringeren als Commodore, welche für ihre All-In-One-PC-Tastatur Ubuntu bereits als Betriebssystem wählten.
    Es wird nun spannend zu sehen, wohin die Reise mit Ubuntu geht. Wird es demnächst kostenpflichtige Varianten von Ubuntu geben? Eventuell führt das zu einer größeren Akzeptanz in Firmen, aber es kann auch zum Verlust der Anhängerschaft führen.
  • Fraglich ist nach der Übernahme durch Commodore, ob die Pläne für ein Religions-Portal in Ubuntu 10.10 Einzug in die fertige Version finden werden. Sollte es Einzug finden, so sollen Texte, Audio- und Video-Dateien mit glaubensrelevantem Inhalt verfügbar sein. Auch geplant ist für die jeweilige Religion ein Wiki zur Verfügung zu stellen. Für Nichtgläubige soll es eine Möglichkeit geben das Portal zu deinstallieren.
  • Man muss mit der Zeit gehen und so wird aus dem GoogleWatchBlog der bingwatchblog. Um die Userschaft auf die Änderung einzustellen fliegen die Logos anderer Suchmaschinenhersteller über die Seite und es gibt die Möglichkeit diese Logos abzuschießen.
    Ich persönlich verstehe ich diese Änderung nicht. Bei Google bewegt sich momentan viel und die Datenkrake wird weiter im Geschäft bleiben – heute erst wurde mit dem CMS WordPress eine kostenlose Konkurrenz ihres Blogger-Systems übernommen.
    Auch sonst passiert heute wirklich eine ganze Menge im Google-Universe.
  • Adobe plant ein Famliy Pack für Photoshop herauszubringen. 3 Lizenzen sollen so für 99€ erhältlich sein – ein wahres Schnäppchen.
    Doch auch Nutzer des meist durch Sicherheitslücken auffallenden Adobe Reader haben Grund zur Freude: Bis sämtliche Sicherheitslücken geschlossen sind, bringt jeder Start des Adobe Reader einen 10€-Gutschein für Amazon. Diese äußerten allerdings Zweifel an der Aktion, da das hauseigene Gutschein-System 2015 auslaufen soll.
  • Wichtige Durchsage der ICANN: Alle IPv4-Adressen sind aufgebraucht! Deshalb ist morgen ab 9:00 das Internet zu Wartungszwecken einen Tag lang abgeschaltet. Die ICANN rüstet ihre Root-Server um, so dass diese nur noch IPv6 verwenden. Für moderne Betriebssysteme wie Linux, Mac OS X ab 10.6.2 oder Windows 7 ist da kein Problem – ältere Betriebssysteme werden allerdings ab dann offline bleiben!
    Das ARD passt sich den Umständen an und wird morgen jede Stunde eine Tagesschau bringen. Wer selbst seine Nachrichten lesen möchte, der kann auf Videotext oder Fax zurückgreifen. Die für die Wartungszeit arbeitslosen Redakteure stehen zudem an einer Hotline zur Verfügung.
  • Ubuntuusers.de wird nun von Google gehostet. Damit sollten lange Auslieferungszeiten der Vergangenheit angehören und dem Team stehen die umfangreichen Google-Dienste zur Verfügung. Für die User ändert sich wenig, außer dass sie, falls sie nicht bereits Chrome nutzen, einen nicht unterstützten Browser verwenden und man ihnen rät auf diesen als Browser zu wechseln.
    Allerdings stößt das nicht überall auf positive Resonanz, erste Abspaltungen von Ubuntuusers sind schon bekannt geworden und es werden wahrscheinlich einige weitere folgen!
  • Neues vom umstrittenen Google Maps: Google betreibt Crowd-Sourcing und lässt Teilnehmer von Google Maps Personal die Arbeit der Kamerawagen übernehmen. Dazu gibt es billige Kamera-Kits, um die Arbeit zu erleichtern.
  • Blizzard bringt gleich zwei Leckerbissen für mobile Geräte heraus: Den Nachfolger von Blackthorne, Blackthorne 2. Vorallem die Twitter- und Facebook-Integration ist etwas, das mir vorher so noch nicht untergekommen ist.
    Nicht weniger revolutionär ist Queens Quest, welches den Spieler in ein Adventure im StarCraft-Universum versetzt. Das Spiel kommt auf 17 Disketten und setzt ein einzigartiges DRM-System ein.
  • Auch in der Politik passiert einiges, so wechselt die Jugend-Organisation der Piratenpartei, die Jungen Piraten, zur Front Deutscher Äpfel und aus jungen Piraten werden Junge Äpfel.

Ich hoffe mal, dass alle Leser mitbekamen, dass es sich hier um eine Sammlung an April-Scherzen handelt und ihr beim Lesen genau so viel Spaß hattet wie ich :)

SourceForge überlässt die Blockade seinen Projekten

Heute gab es sehr erfreuliche News aus den Reihen von SourceForge. Dort hat man sich nun dazu entschieden, dass man die Projekte entscheiden lässt, ob sie Benutzer aus “Schurkenstaaten” blocken wollen, oder nicht. Somit kann jedes Projekt für sich entscheiden, ob es gegen die US-Exportbeschränkungen verstößt und ob es somit den Zugang blockiert oder nicht. Leider klärt der Blog-Eintrag nicht darüber auf, ob User aus diesen Ländern nun auch committen dürfen.

Freie Software aber kein freier Zugang?

Das tolle bei freier Software ist, dass sie frei ist und jeder Mensch sie benutzen und weiterentwickeln kann, egal welcher Rasse, welchem Glauben oder welcher Nationalität er angehört.

Nun muss eigentlich ein Satz mit einem großen ABER folgen. Grund dafür ist, dass SourceForge, einer der großen Hoster für FOSS-Projekte den Zugriff ihre für Besucher aus Kuba, dem Iran, Nord-Korea, dem Sudan sowie Syrien blockiert. Blockieren muss. Denn diese Staaten sind laut dem Verständnis der USA Schurkenstaaten.

Der Zugriff war schon vorher in der Art eingeschränkt, dass Menschen aus diesen Ländern daran gehindert wurden Code zu Projekten beizusteuern (committen). Dadurch, dass die US Sanktionen gegen diese Länder verhängt hat und SourceForge dem amerikanischen Unternehmen Geeknet gehört, sind sie leider die amerikanischen Gesetze gebunden und setzen diese leider um.

Ich finde die Blockade des Zugangs bedenklich, denn es werden damit Menschen ausgesperrt, die nicht unmittelbar für die Taten ihrer Länder verantwortlich gemacht werden können. Es spricht gegen mein Verständnis von Freiheit! Glücklicherweise lassen sich durch Proxys oder Anonymisierungsdienste diese Sperren umgehen! Und natürlich gibt es noch andere Anbieter, welche OpenSource-Projekte hosten.

WP SlimStat