Zuerst einmal möchte ich mich für den Titel entschuldigen. Der ist nämlich ziemlich falsch, weil es sich hierbei nicht ums BIOS sondern um UEFI handelt. EFI wurde von Intel als BIOS-Nachfolger entwickelt, da das BIOS doch ziemlich unflexibel und in die Jahre gekommen ist. Mit Version 2.0 der EFI-Spezifikationen nennt sich das ganze dann Unified EFI, kurz UEFI, und wird vom Unified EFI Forum weiterentwickelt.

Asus präsentiert ein Video, in welchem man sieht, wie das UEFI mit der Maus bedient werden kann. Das ist ganz nett für Mausschubser, aber den interessanteren Teil findet man meiner Meinung nach am Ende des Artikels:

Laut Asus soll das gezeigte UEFI vorerst nur für Mainboards der Serie P5Q erscheinen, wann, gab das Unternehmen noch nicht an.

Ich hoffe mal, dass das nicht so ein Scherz wird, wie es damals MSI mit seinen EFI-Boards machte, die zwar angekündigt wurden aber dann nicht so erschienen. Denn dann gäb es einen großen Hersteller, der EFI mit seinen Boards ausliefert.

Mittlerweile kann Windows auch in normalen Versionen mit EFI umgehen. Was vorher speziellen Server-Versionen vorbehalten war, wurde mit Windows Vista 64Bit ab Service Pack 1 auch im privaten Umfeld möglich. Windows 7 scheint UEFI von Haus aus zu unterstützen, allerdings fand ich keine Informationen darüber, ob das auch in der 32Bit-Version der Fall ist oder man wieder zwingend 64Bit benötigt. Also sollte es selbst einem John Doe möglich sein, dass er EFI nutzt. Dass EFI weder kompliziert noch fehleranfällig ist beweist Apple, die seit dem Wechsel auf Intel-Prozessoren EFI in ihren Rechnern einsetzen.

Linux kommt schon ziemlich lange, seit 2000, mit EFI klar. Beim Kauf eines neuen Boards, was sicher irgendwann geschehen wird, werde ich deshalb darauf achten, dass ich eines mit UEFI bekomme und nicht weiter das veraltete BIOS. Mir kommt es dabei weniger darauf an, dass man nun schöne grafische Menüs hat oder man die Einstellungen mit der Maus tätigen kann. EFI ist in meinen Augen zukunftssicherer und sollte einen schnelleren Start ermöglichen als BIOS.

 

Wenig Darsteller, anscheinend wenig Budget und trotzdem sehr nett anzuschauen:

Pinky & Brain 5.0 – Bad Day

Ich mag den Humor ;)

(durch Patrick)

 

Manchmal hat man eine komische Vorahnung. Oder man hört seltsame Geräusche aus dem Rechner. Spätestens, wenn man diese in Nähe der Festplatte lokalisiert, sollte man sich ein paar Gedanken machen.

Nachdem mein Rechner gestern offen war, gereinigt sowie mit zusätzlichen 4GB RAM bestückt wurde und ich die Richtung der Lüfter geändert habe, fiel mir ein merkwürdiges Geräusch auf. Es klang nach Vibration und die konnte ich auch am Gehäuse ausmachen. Also mal in den offenen Rechner gehorcht und gefühlt. Kleine Schocksekunde: Das kommt von einer meiner Festplatten!

Vor ein paar  Jahren hatte ich schonmal einen Festplatten-Ausfall, welcher mir damals viele unwiederbringlich verlorene Daten  bescherte. Besonders ärgerlich waren dabei die Bilder, welche im Laufe der Zeit gemacht und archiviert hatte. Aber eben nur auf meinem Rechner. Seit dem ist nicht nur Linux das Betriebssystem meiner Wahl, ich mache auch regelmäßig BackUps meiner wichtigen Daten. Damit mir ein solches Dilemma nicht mehr passiert.

Aber was kann man eigentlich machen, wenn das Gefühl hat, dass die Festplatte nicht mehr will, und man darüber Gewissheit möchte. Man kann  z.B. die S.M.A.R.T. Monitoring Tools nutzen, kurz smartmontools. Diese liegen in den Repositorys vieler Distributionen und sind schnell installiert. Unter Ubuntu und Verwandtschaft geschieht das mit folgendem Befehl:

sudo apt-get install smartmontools

Nach der Installation gibt es zahlreiche Möglichkeiten, aber ich werde nur auf kurz darauf eingehen, wie man seine Festplatte testen kann. Viele Informationen gibts in der Manpage (man smartctl) oder im Internet. Wer eine ausführlichere Anleitung möchte, der kann sich den Artikel Festplattenmonitoring mit S.M.A.R.T. beim BlackBoard anschauen.

Einen kurzen Test startet man mit

smartctl - t short /dev/sdX

Ein langer Test wird mit, eventuell ahnt man es schon, einem long anstatt einem short gestartet. Also:

smartctl - t short /dev/sdX

Beide Befehle veranlassen, dass die Festplatte im Hintergrund getestet wird. Dabei wird auch eine Dauer angezeigt, die der Test voraussichtlich benötigt. Natürlich will man dann auch wissen, was bei dem Test rausgekommen ist. Die Anzeige mache ich per

smartctl -A /dev/sdX

Kommt dabei in der Spalte TYPE öfter mal das Wort PRE_FAIL vor, so bahnt sich ein Versagen an. OLD_AGE zeigt hingegen normale Alterserscheinungen. Da bei mir einige PRE_FAILs zu lesen waren, habe ich mich für den Kauf einer neuen Festplatte entschlossen. Bis es so weit ist, mache ich ein BackUp meiner Dateien und warte auf Linux Mint 8.

 

Heute hat Opera Version 10.10 ihres Browser veröffentlicht und beseitigt damit eine kritische Sicherheitslücke, durch die im schlimmsten Fall fremder Code ausgeführt werden kann.

Achja, und nebenbei gibt es nun Opera Unite! Mit Opera Unite will Opera dem User die Macht über seine Daten wiedergeben und so wird der Browser zum Webserver. Dieser lässt sich durch so genannte “Apps” aufbohren. Damit fungiert dann der PC z.B. als Streaming-Server oder Foto-Album. Man kann dann seinen persönlichen Link an Freunde weiterreichen und diese können die Dienste des Server nutzen. Und das ohne selbst Opera zu nutzen, da Opera zur Darstellung auf Webstandards setzt. Das ist einer der reizvollen Aspekte an Opera Unite! Und erstaunlicherweise haben momentan viele Apps Filesharing zum Thema… ob das der Contentmafia gefallen wird?

Ansonsten bin ich durch den Accont-Zwang auf Opera.com noch nicht so sehr begeistert davon und habe noch keinen Test unternommen. Und wahrscheinlich wird dieser auch auf sich warten. Bis jetzt bleibe ich einfach ein passiver Interessierter

Doch wo wir gerade bei Browsern sind, gibt es auch aus dem Redmonder Lager Neuigkeiten. Aktuell ist vorallem eine Sicherheitslücke beim Internet Explorer 6 und 7, welche CSS in Verbindung mit JavaScript ausnutzt. Böse Sache! Weniger in greifbarer Nähe ist da der IE9, welcher näher an die Leistungen von Firefox & Co rücken soll. Das soll mit Hilfe einer leistungsfähigeren JavaScript-Engine und Support für CSS3 geschehen. Der Weg sich in Richtung Webstandards zu bewegen wird von mir sehr begrüßt, hoffentlich bleibt man bei Microsoft auf diesem Weg.

Zum Thema Webstandards und schönes Code kann ich auch was zeigen: What Beautiful HTML Code Looks Like geht schon einmal auf HTML5 ein und zeigt einige Do’s zum Webdesign.

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