Gestern wurde Moblin 2.0 freigegeben. Moblin ist eine Linux-Distribution, die sich speziell an Netbooks mit Atom-Prozessoren richtet.
Ich wollte Moblin mal antesten, weil ich die Screenshots ziemlich hübsch fand. Also habe ich mir die ISO runtergeladen und auf meinem USB-Stick installiert. Gefiel mir super in der Benutzung, also wollte ich das ganze auch auf meiner Festplatte verewigt haben. Mein Hauptbetriebssystem wird auf meinem Samsung NC10 zwar Crunchbang bleiben, aber zum Surfen ist Moblin ne feine Sache.
Also habe ich Moblin neu gestartet. Herunterfahren kann man Moblin übrigens nur durch einen Druck auf den Power-Knopf, Menüpunkte dafür habe ich nicht gefunden. Alternativ kann man in der Shell einen shutdown-Befehl absetzen. Beim Bootmenü habe ich dann Boot and Install ausgewählt und mich durch die Installation geclickt. Wichtig ist nun, dass man bei der Konfiguration des Bootloaders diesen in die Partition installiert, in welcher man auch Moblin installiert, in meinem Fall war das /dev/sda7. Ihr müsst darauf achten, dass ihr direkt die Partition auswählt und nicht nur /dev/sda!
Nachdem die Installation abgeschlossen ist, starte man sein normales Betriebssystem und öffnet die Datei /boot/grub/menu.lst zur Bearbeitung mit root-Rechten. Dann kann man für Moblin folgende Einträge vornehmen:
title Moblin 2.0
rootnoverify (hd0,6)
chainloader +1
Die Angabe (hd0,6) müsst ihr natürlich auf eure Festplatte anpassen! Danach speichern, neustarten und beim Auswahlmenü Moblin 2.0 wählen. Nun sollte Moblin starten
Es geht auf das Ende des Wahlkampfs und auf die Bundestagswahl zu. Deutlich macht mir das auch, dass in diversen politischen Blogs massiv die Werbetrommel für die jeweils bevorzugte Partei gerührt wird. Sehr gelungen finde ich die 11 Richtigstellungen zur Piratenpartei bei geekin. Die sind auch interessant, wenn man noch nicht viel mit den Piraten zu tun hat.
Herbert ruft zum Vote like a Pirate-Day auf. Erinnert mich an den Flashmob am 27.09., bei dem alle in ein Wahllokal gehen und dort die Piraten ankreuzen. Irgendein Autor fordert auf die Piraten zu wählen, wobei er von seiner Läuterung vom Nichtwähler zum Wähler beschreibt, was mir recht gut gefällt. Sehr interessant finde ich Warum ich die Piraten wählen, welches in einer langen und kurzen Fassung vorliegt.
Extrem gut gefällt mir auch ein Video, was ich bei den Sachsener Piraten aufgeschnappt habe.
Ich finde es erschreckend, dass man das alles noch einmal vor die Augen gehalten bekommt. Und ich möchte nicht, dass es so weiter geht – für mich ist es klar, dass die alte Regierung da in Richtungen vorstößt, die mir nicht passen. Eventuell treibt das auch weiter die Aktion 10.000 voran. Momentan fehlen noch knapp 1100 Neu-Piraten.
Natürlich gibts auch kritische Stimmen. So konnte ich beim Artikel zum Leak des neuen Logos der Piratenpartei viel lachen, auch wenn die Eingangsgrafik schon ziemlich böse ist. Das erinnerte mich an den Beitrag, warum die Piraten von A-Bloggern gedisst werden. Und dann habe ich heute eine Entdeckung gemacht: Es gibt einen Piratenkritischen Blog namens Piratenwatch! Liegt zwar momentan auf Eis, aber ich finde es trotzdem eine interessante Anlaufstelle.
Nun sind es noch 3 Tage. Die Frage die sich mir stellt ist, wie es bei der Wahl aussehen wird. Wie viele werden tatsächlich die Piraten wählen. Ähnliche Fragen stellt man sich beim ORF, dem Östereichischen Rundfunk. Für diesen Beitrag spreche ich noch eine Empfehlung aus! Letztendlich kenne ich einige Leute, die noch schwanken, wem sie ihre Stimme geben. Oftmals zögern sie mit der Piratenpartei, weil sie denken, dass es eine verschenkte Stimme sei. Ich denke nicht so und sehe dort Potenzial für die Piraten. Selbst ohne Einzug in den Bundestag wäre eine Sache ein Erfolg für alle Parteien: Die Mobilisierung vieler Nichtwähler.
Nur noch knapp eine Woche ist es, bis die Bundestagswahl 2009 statt findet. Der Wahlkampf aller Parteien läuft, selbst die Piratenpartei mischt im Offline-Wahlkampf mit. So kann man hoffen, dass mehr Bürger die Piratenpartei auch offline wahrnehmen und sie kein Internet-Phänomen bleibt. Ich denke, der Aufstieg ins Bewusstsein der Bürger geht voran und aus Nerds von gestern werden die Politikmacher von morgen.
Aus aktuellem Anlass mache ich auch nochmal darauf aufmerksam:
Bei der Freiheit statt Angst Demo am 12.09.2009, also gestern, in Berlin wurde jemand übel von der Polizei verprügelt, nachdem dieser gegen einen Polizisten Anzeige erstatten wollte. Nennt man glaube ich Polizeigewalt.
Wie auch immer, bei Fefe gibts einige Infos dazu, unter anderem Links zu Videos, wo das ganz gut dokumentiert ist. Um auszuschliessen, dass einfach der Server mit dem betreffenden Video beschlagnahmt wird, gibt es das mittlerweile an vielen Stellen im Netz und unter anderem existieren an mehrerenStellen Torrents dazu.
Am besten weitersagen und das Torrent-Prog mit den Torrents füttern.
Das Verkaufsverbot für Microsoft Word tritt doch nicht in Kraft. Microsoft hat Einspruch eingereicht und ein Berufungsgericht setzte das Verbot außer Kraft. Prominente Unterstützung gabs für Microsoft übrigens von HP und Dell, die sich ebenenfalls gegen das Verbot aussprachen. Es sei nicht im öffentlichen Interesse, wenn Word verboten würde. Interessante Behauptung, die Quellen hätte ich gerne mal gesehen.
Seit gestern gibts Opera 10 als stabile Veröffentlichung – und ich kann eindeutig einen Wechsel auf diese Version empfehlen. Der Changelog verrät einiges über die Änderungen, unter anderem den Turbo-Modus und eine schnellere JavaScript-Engine. Unity fand nicht den Weg in dieses Release.
Aber dafür gibts automatische Updates, wie man sie z.B. von Chrome kennt. Unter Ubuntu finde ich das aber unschön gelöst, denn man installiert ungefragt eine neue Paket-Quelle. Das finde ich weniger gut, das sollte man dem User mindestens mitteilen, noch besser wär ihn zu fragen, ob er das denn überhaupt möchte. Ansonsten finde ich das Opera-Repository toll.