Was wird aus der Bucht?
Mit The Pirate Bay wurde mein ganz persönlicher Lieblingstracker verkauft. Denn die Piratenbucht war mehr als nur ein Torrent-Tracker, es war die Hochburg des Widerstands gegen die Musik- und Filmindustrie, Platz freier Meinungsäußerung und Flaggschiff gegen Zensur. Und eben immer eine gute Anlaufstelle für Downloads aller Art.
Nun wurde The Pirate Bay für 5,5 Millionen Euro an Global Gaming Factory X (GGF) verkauft. Dafür gabs alle Tracker-Domains, den Quellcode der Bucht und ein Datenbank-Abbild. Von Statten gehen soll die Übergabe am 27. August, also in nicht mehr ganz 3 Wochen. Ziel von GGF ist es, aus der Piratenbucht eine legale Torrent-Seite zu machen und auch an der Börse notiert zu sein. Das steht völlig im Kontrast zu dem, was TPB vorher war, denn die Nutzung war schlicht und einfach kostenlos. Wahrscheinlich erhofft sich GGF durch den Kauf, dass viele User sich plötzlich dazu entschließen für ihre Torrents zu bezahlen. Ich zweifle daran!
Weniger Zweifel hatte wahrscheinlich der CEO von Napster, als er GGF 10 Millionen US$ für TPB bot. Die lehnten jedoch ab!
iKillerphone
Dass Apple mit dem iPhone ein Wunderhandy geschaffen hat, das beten Apple-Jünger schon lange vor dem ersten Verkaufstag herunter. Dass es wirklich ein Killerhandy ist, das versucht Apple momentan dem amerikanischen Copyright Office zu erläutern.
Die Electronic Frontier Foundation versucht eine Legalisierung des Jailbreaks zu erreichen und Apple will das verhindern. Deshalb kommt auf den Tisch, dass man mit einem gejailbreakten iPhone Mobilfunknetze lahmlegen, Anrufe unter fremder Nummer führen oder zu wenig bezahlen kann.
Ich halte das für Panikmache, damit es nicht zu einer Legalisierung des Jailbreaks kommt. Wieso wird ein Telefon von der Leine gelassen, wenn es solche Möglichkeiten überhaupt bietet? Und glaubt Apple etwa nicht, dass Mobilfunkanbieter ihre Netze absichern - auch gegen manipulierte Pakete!